Video: „Clown als Kanzler“: Merz in Kritik für „Zirkuszelt“-Spruch

Video: "Clown als Kanzler": Merz in Kritik für "Zirkuszelt"-Spruch


„Zirkuszelt“-Äußerung zur Regenbogenflagge löst Empörung aus – Heftige Kritik an Merz, auch vom Koalitionspartner

 

Eine Äußerung von CDU-Chef Friedrich Merz über die Regenbogenflagge auf dem Reichstagsgebäude hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Merz hatte die Beflaggung des Bundestags mit der Regenbogenflagge anlässlich des Christopher Street Day (CSD) mit den Worten kommentiert, das Gebäude wirke dadurch wie ein „Zirkuszelt“. Die Äußerung wurde weithin als homophob kritisiert und zog scharfe Reaktionen nach sich, auch vom Koalitionspartner.

„Clown als Kanzler“: Empörung in den sozialen Medien

Die Bemerkung von Merz löste in den sozialen Medien einen Shitstorm aus. Unter dem Hashtag #Merz wurden zahlreiche Kommentare gepostet, in denen der CDU-Chef für seine Äußerung kritisiert wurde. Einige Nutzer bezeichneten ihn als „Clown als Kanzler“ und warfen ihm vor, die Anliegen der LGBTQ+-Community zu verhöhnen.

Auch zahlreiche Politiker äußerten sich empört über die Äußerung von Merz. Grünen-Politiker betonten, dass die Regenbogenflagge ein Symbol für Vielfalt und Toleranz sei und dass es inakzeptabel sei, sich darüber lustig zu machen. SPD-Politiker forderten eine Entschuldigung von Merz.

Kritik vom Koalitionspartner: „Schlag ins Gesicht“

Besonders brisant ist die Kritik am CDU-Chef aus den Reihen des Koalitionspartners FDP. FDP-Politiker bezeichneten die Äußerung von Merz als „Schlag ins Gesicht“ für alle, die sich für die Rechte von LGBTQ+-Menschen einsetzen. Sie forderten Merz auf, sich öffentlich zu entschuldigen und seine Haltung zu überdenken.

„Die FDP steht für Vielfalt und Toleranz“, sagte ein FDP-Bundestagsabgeordneter. „Wir werden es nicht zulassen, dass die Rechte von LGBTQ+-Menschen infrage gestellt werden.“

Merz verteidigt sich: „Missverständliches Bild“

Nach der Welle der Kritik versuchte Merz, seine Äußerung zu relativieren. Er betonte, dass er die Anliegen der LGBTQ+-Community unterstütze und dass seine Bemerkung missverstanden worden sei. Er habe lediglich ein „missverständliches Bild“ verwendet, um seine Meinung zu äußern.

Ob diese Entschuldigung ausreicht, um die Wogen zu glätten, bleibt abzuwarten. Die Affäre um die „Zirkuszelt“-Äußerung hat jedoch erneut gezeigt, wie sensibel das Thema LGBTQ+-Rechte in der deutschen Politik ist und wie wichtig es ist, sich respektvoll und inklusiv zu äußern. Die Debatte dürfte in den kommenden Tagen weitergehen.

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