Video: Generation Z kündigt am schnellsten

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Eine neue Studie bestätigt, was viele Arbeitgeber bereits seit einiger Zeit beobachten: Die Generation Z, geboren etwa zwischen 1997 und 2012, wechselt ihren Arbeitsplatz häufiger und schneller als jede Generation zuvor. Doch die sich verändernde globale Wirtschaftslage könnte diesen Trend bald verlangsamen.

 

Für die Generation Z ist Job-Hopping scheinbar kein Tabu mehr, sondern fast schon ein Karrierestandard. Während frühere Generationen oft jahrelang, wenn nicht sogar Jahrzehnte, im selben Unternehmen verbrachten, suchen junge Berufstätige heutzutage aktiv nach neuen Herausforderungen, besseren Entwicklungsmöglichkeiten und einer ausgewogenen Work-Life-Balance.

„Die Generation Z ist sehr anspruchsvoll, was ihren Arbeitsplatz betrifft“, erklärt Arbeitspsychologin Dr. Anna Meier. „Sie wollen nicht nur Geld verdienen, sondern auch einen Sinn in ihrer Arbeit sehen, sich entfalten können und in einem Umfeld arbeiten, das ihren Werten entspricht.“

Gründe für die hohe Fluktuation

Die Gründe für die hohe Fluktuation innerhalb der Generation Z sind vielfältig. Zum einen sind junge Menschen heutzutage besser ausgebildet und verfügen über eine größere Auswahl an Jobangeboten. Zum anderen sind sie weniger bereit, Kompromisse einzugehen, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einfluss der sozialen Medien. Jobangebote werden oft auf Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder TikTok präsentiert, was den Eindruck erweckt, dass es immer etwas Besseres gibt.

Der Fachkräftemangel als Chance

In den letzten Jahren profitierte die Generation Z von einem gravierenden Fachkräftemangel. Unternehmen waren gezwungen, um junge Talente zu kämpfen und ihnen attraktive Angebote zu machen. Das führte zu einem regelrechten Wettrennen um die besten Köpfe und begünstigte das Job-Hopping.

Doch diese Situation könnte sich bald ändern. Die globale Wirtschaft kühlt sich ab und die Zahl der offenen Stellen, insbesondere für Berufseinsteiger, sinkt weltweit.

Weniger offene Stellen zwingen zur Ausdauer

Der Rückgang an offenen Stellen könnte junge Fachkräfte zu mehr Ausdauer zwingen. Wenn es weniger Möglichkeiten gibt, den Job zu wechseln, werden sie gezwungen sein, länger in ihrem aktuellen Unternehmen zu bleiben und sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen.

„Ich glaube, dass wir in Zukunft wieder eine längere Betriebszugehörigkeit sehen werden“, prognostiziert Karriereberaterin Lisa Schmidt. „Die jungen Leute werden lernen müssen, dass nicht jeder Job perfekt ist und dass es sich lohnt, in eine langfristige Karriere zu investieren.“

Was können Unternehmen tun?

Um die Fluktuation junger Mitarbeiter zu reduzieren, müssen Unternehmen umdenken. Sie müssen attraktive Arbeitsbedingungen schaffen, die den Bedürfnissen der Generation Z entsprechen. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, eine offene Unternehmenskultur und die Möglichkeit, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

„Unternehmen müssen verstehen, dass die Generation Z nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Wünschen sind“, so Dr. Meier. „Wer auf diese Bedürfnisse eingeht, kann junge Talente langfristig binden.“

Ob die Generation Z tatsächlich gezwungen sein wird, ihre Gewohnheiten zu ändern, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die sich verändernde Wirtschaftslage die Spielregeln auf dem Arbeitsmarkt neu definieren könnte. Und das könnte auch die Karrierewege junger Menschen nachhaltig beeinflussen.

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