Hurrikan „Melissa“ hat in der Karibik eine Spur der Verwüstung hinterlassen und mindestens 30 Menschenleben gefordert.
Besonders hart traf der Wirbelsturm den Inselstaat Haiti, wo Überschwemmungen und Erdrutsche zu großflächigen Zerstörungen führten.
Zerstörung in Haiti: Das Ausmaß noch unklar
In der Nacht zog „Melissa“ weiter über die Karibik und richtete dabei verheerende Schäden in Haiti an. Schwere Regenfälle führten zu Überschwemmungen, die ganze Landstriche unter Wasser setzten. Erdrutsche zerstörten Häuser und blockierten Straßen, was die Rettungsarbeiten erheblich erschwert.
„Die Situation ist katastrophal“, sagte ein Sprecher des haitianischen Katastrophenschutzes. „Wir haben bereits 25 Todesopfer bestätigt, aber wir befürchten, dass die Zahl noch steigen wird.“ Das gesamte Ausmaß der Zerstörung ist noch unklar, da viele Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten sind.
Schäden auch in der Dominikanischen Republik und Puerto Rico
Auch in der Dominikanischen Republik und in Puerto Rico richtete „Melissa“ Schäden an. In der Dominikanischen Republik wurden mehrere Küstenstädte evakuiert, während in Puerto Rico Stromausfälle und Überschwemmungen gemeldet wurden.
Die Behörden in beiden Ländern haben mit Aufräumarbeiten begonnen und versuchen, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Trinkwasser sicherzustellen.
Hilfsmaßnahmen laufen an
Internationale Hilfsorganisationen haben ihre Unterstützung für die betroffenen Länder zugesagt. Die Vereinten Nationen haben ein Soforthilfeprogramm gestartet, um den Opfern des Hurrikans zu helfen.
„Wir sind zutiefst besorgt über die Situation in Haiti und in den anderen betroffenen Ländern“, sagte ein Sprecher der UN. „Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den Menschen in Not zu helfen.“
„Melissa“ schwächt sich ab
Nachdem „Melissa“ über die Karibik gezogen ist, hat sich der Hurrikan inzwischen abgeschwächt. Das US National Hurricane Center hat die Sturmwarnung für die Region aufgehoben.
Dennoch warnen Meteorologen weiterhin vor starken Regenfällen und möglichen Überschwemmungen in den betroffenen Gebieten. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich noch Wochen dauern.
