Bundeskanzler Friedrich Merz und der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez haben bei ihrem gestrigen Treffen in Madrid ihre diametral entgegengesetzten Positionen in Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt bekräftigt. Trotz freundschaftlicher Atmosphäre konnte keine gemeinsame Linie gefunden werden.
Während Bundeskanzler Merz die enge Partnerschaft Deutschlands mit Israel betonte und das Recht Israels auf Selbstverteidigung verteidigte, bekräftigte Ministerpräsident Sánchez seine Kritik an der israelischen Militäroperation im Gazastreifen. Sánchez sprach sich erneut für eine Anerkennung des Staates Palästina aus und forderte eine sofortige Waffenruhe.
Dialog trotz unterschiedlicher Standpunkte
Trotz der unüberbrückbaren Differenzen betonten beide Regierungschefs die Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit. Man sei sich einig, dass eine friedliche Lösung des Konflikts nur durch Verhandlungen erreicht werden könne.
Schwerpunkt auf bilateralen Beziehungen
Neben der Nahost-Problematik konzentrierten sich die Gespräche hauptsächlich auf bilaterale Themen. Merz und Sánchez bekräftigten das Interesse beider Länder an einer engeren Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie und Klimaschutz. Vereinbarungen wurden jedoch nicht getroffen. Die unterschiedlichen Haltungen zu Israel überschatten weiterhin die deutsch-spanischen Beziehungen.
