Grüner Energiepolitiker Michael Kellner äußert scharfe Kritik an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche – Vorwurf der Blockade und Verzögerung wichtiger Projekte – Energiewende droht ins Stocken zu geraten – Forderung nach schnellerem Ausbau erneuerbarer Energien und ambitionierter Klimapolitik.
Die Energiewende in Deutschland droht ins Stocken zu geraten, warnt der Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner. In einem Interview äußerte er scharfe Kritik an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und warf ihr vor, wichtige Projekte zur Umsetzung der Energiewende zu blockieren und zu verzögern. Kellner sieht die Gefahr, dass Deutschland seine Klimaziele verfehlt und die Energiewende durch mangelnden politischen Willen ausgebremst wird.
Kellner: „Reiche bremst die Energiewende aus“
„Ich bin sehr besorgt über die aktuelle Entwicklung in der Energiepolitik“, erklärte Kellner. „Ministerin Reiche bremst die Energiewende aus, anstatt sie voranzutreiben. Wichtige Gesetze und Verordnungen werden verzögert oder gar nicht umgesetzt. Das ist inakzeptabel.“
Kellner bemängelte insbesondere die fehlende Dynamik beim Ausbau erneuerbarer Energien. „Wir brauchen einen deutlich schnelleren Ausbau von Windkraft und Solarenergie“, so Kellner. „Aber Ministerin Reiche blockiert immer wieder wichtige Projekte und schafft unnötige Hürden für Investoren.“
Vorwurf der mangelnden Ambition und Blockadehaltung
Dem Wirtschaftsministerium wirft Kellner mangelnde Ambition und eine Blockadehaltung vor. So seien beispielsweise wichtige Förderprogramme für erneuerbare Energien gekürzt oder ganz gestrichen worden. Auch die Genehmigungsverfahren für Windkraftanlagen würden unnötig in die Länge gezogen.
„Es entsteht der Eindruck, dass Ministerin Reiche die Energiewende gar nicht wirklich will“, kritisierte Kellner. „Sie scheint eher den Interessen der fossilen Energiekonzerne zu dienen als dem Klimaschutz.“
Forderung nach einem Neustart in der Energiepolitik
Kellner forderte einen Neustart in der Energiepolitik und einen Kurswechsel im Wirtschaftsministerium. „Wir brauchen eine Ministerin, die die Energiewende wirklich vorantreibt und die erneuerbaren Energien als Chance für die Zukunft begreift“, sagte Kellner. „Es ist Zeit, dass wir die Weichen für eine klimaneutrale Wirtschaft stellen und die Energiewende endlich konsequent umsetzen.“
Grüne fordern ambitioniertere Klimapolitik
Die Grünen fordern eine ambitioniertere Klimapolitik und konkrete Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Dazu gehören unter anderem ein schnellerer Ausstieg aus der Kohleenergie, eine Stärkung des ÖPNV, eine Förderung der Elektromobilität und eine steuerliche Förderung von energieeffizienten Gebäuden.
„Wir müssen jetzt handeln, wenn wir die Klimaziele von Paris noch erreichen wollen“, betonte Kellner. „Die Energiewende ist eine Herkulesaufgabe, aber sie ist machbar, wenn wir den politischen Willen dazu haben.“
Reaktionen auf die Kritik
Das Bundeswirtschaftsministerium wies die Kritik Kellners zurück und betonte, dass die Bundesregierung weiterhin an ihren Klimazielen festhalte und die Energiewende aktiv vorantreibe. Man sei bemüht, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die Kritik Kellners zeigt jedoch, dass die Energiewende in Deutschland weiterhin ein umstrittenes Thema ist und dass unterschiedliche politische Vorstellungen über den richtigen Weg zum Klimaschutz
