US-Präsident Donald Trump hat erneut die Medien für ihre Berichterstattung über ihn kritisiert und dabei den Vorwurf des „Betrugs“ erhoben.
In einer Rede vor Anhängern äußerte Trump, dass eine übermäßige Menge negativer Berichterstattung über eine Person nichts mehr mit freier Meinungsäußerung zu tun habe, sondern eine Form der Manipulation sei.
„Betrug“ statt freier Meinungsäußerung?
Trump argumentierte, dass die Medien in den Vereinigten Staaten eine unverhältnismäßig negative Darstellung seiner Person und seiner Politik verbreiten würden. Er behauptete, dass diese Berichterstattung vorsätzlich darauf abziele, ihn zu diskreditieren und seine Unterstützer zu entmutigen.
„Wenn die Medien 95 Prozent der Zeit negativ über dich berichten, ist das kein freies Sprechen mehr“, erklärte Trump. „Das ist Betrug. Sie versuchen, die Leute zu täuschen.“
Keine konkrete Definition für „zu viel“
Auf die Frage, wie viel negative Berichterstattung er als „zu viel“ ansieht, gab Trump keine konkrete Definition. Er betonte jedoch, dass die Medien eine „Verpflichtung“ hätten, fair und ausgewogen zu berichten, und dass sie dieser Verpflichtung in seinem Fall nicht nachkämen.
Kontroverse Beziehungen zu den Medien
Trumps Verhältnis zu den Medien war während seiner gesamten Amtszeit von Spannungen und Konflikten geprägt. Er bezeichnete regelmäßig Berichte, die ihm nicht passten, als „Fake News“ und griff Journalisten öffentlich an. Seine Kritik an den Medien hat ihm sowohl Zustimmung als auch Ablehnung eingebracht.
Kritik von Medienorganisationen
Trumps Äußerungen stießen auf Kritik von Medienorganisationen und Journalisten. Sie betonten, dass die freie Meinungsäußerung ein Grundrecht sei und dass die Medien die Pflicht hätten, über Politiker und ihre Handlungen zu berichten, auch wenn diese Berichterstattung kritisch ausfällt.
„Die Aufgabe der Medien ist es, die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte eine Sprecherin der Reporter ohne Grenzen. „Trumps Äußerungen sind ein Angriff auf die Pressefreiheit und ein Versuch, die Medien zu zensieren.“
Politisches Kalkül?
Viele Beobachter sehen in Trumps erneuter Kritik an den Medien ein politisches Kalkül. Sie vermuten, dass er versucht, seine Anhänger zu mobilisieren und sich als Opfer einer vermeintlichen Medienverschwörung darzustellen. Unabhängig von seinen Motiven dürfte Trumps Kritik an den Medien die Debatte über die Rolle der Medien in der Demokratie weiter anheizen.
