CDU-Politiker fordert Wachsamkeit angesichts hybrider Kriegsführung und zunehmender Desinformation.
Johann Wadephul, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat in einem aufsehenerregenden Video eindrücklich vor der wachsenden Bedrohung durch Russland gewarnt. Der Christdemokrat betonte, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht nur die Sicherheit Europas, sondern auch das Leben der Menschen in Deutschland fundamental bedrohe. Seine Äußerungen stoßen inmitten der anhaltenden Debatte über die deutsche Sicherheitsarchitektur und die Rolle der NATO auf großes Interesse.
„Bedrohung nicht unterschätzen“
Wadephul mahnte eindringlich davor, die Gefahr, die von Russland ausgeht, zu unterschätzen. „Wir dürfen die Bedrohung, die von Russland ausgeht, nicht unterschätzen. Sie ist real und sie betrifft uns alle“, so Wadephul in dem auf verschiedenen sozialen Medien verbreiteten Video. Er unterstrich, dass die Aggression Russlands sich nicht auf militärische Interventionen beschränke, sondern vielmehr eine umfassende hybride Kriegsführung umfasse.
Hybride Kriegsführung als neue Realität
Der CDU-Politiker wies auf die vielfältigen Formen der russischen Einflussnahme hin, darunter Desinformation, Cyberangriffe und die Unterstützung extremistischer Kräfte. „Russland versucht, unsere Gesellschaft zu spalten, unsere Demokratie zu untergraben und unser Vertrauen in Institutionen zu erschüttern“, warnte Wadephul. Diese hybriden Strategien zielten darauf ab, Unsicherheit und Misstrauen zu säen und die Stabilität Deutschlands zu gefährden.
Konkrete Gefahren benannt
Wadephul ging auch auf konkrete Gefahren ein. Er nannte gezielte Desinformationskampagnen, die darauf abzielten, die öffentliche Meinung zu manipulieren und das Vertrauen in die Medien zu untergraben. Zudem warnte er vor Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur, die die Energieversorgung, das Gesundheitswesen und die Finanzsysteme lahmlegen könnten.
Forderung nach verstärkter Resilienz
Angesichts dieser Bedrohungen forderte Wadephul eine Stärkung der deutschen Resilienz. „Wir müssen uns besser gegen Desinformation schützen, unsere kritische Infrastruktur sichern und unsere Sicherheitsbehörden stärken“, betonte er. Er plädierte für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um gemeinsam die Widerstandsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen.
Unterstützung für die Ukraine
Wadephul bekräftigte zudem die Notwendigkeit, die Ukraine weiterhin umfassend zu unterstützen. „Die Ukraine verteidigt nicht nur ihre eigene Freiheit, sondern auch unsere“, sagte er. Eine Niederlage der Ukraine würde Russland ermutigen, seine aggressive Politik fortzusetzen und die Sicherheit Europas weiter zu destabilisieren.
Debatte über Sicherheitspolitik neu entfacht
Die Äußerungen von Wadephul haben eine breite Debatte über die deutsche Sicherheitspolitik neu entfacht. Politiker aller Parteien äußerten sich zu den Warnungen des CDU-Politikers. Während einige seine Einschätzung teilten und weitere Maßnahmen forderten, betonten andere die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der russischen Bedrohung. Unbestritten bleibt jedoch, dass die Sicherheit Deutschlands angesichts der aktuellen geopolitischen Lage eine zentrale Herausforderung darstellt.
