US-Präsident Donald Trump setzt seine aggressive Handelspolitik fort und erhöht den Druck auf die Handelspartner der Vereinigten Staaten. Ab dem 14. Oktober sollen auch Schnittholz und Holzmöbel mit höheren Zöllen belegt werden.
Diese Entscheidung dürfte insbesondere die Holzindustrie in Europa und Kanada treffen. Gleichzeitig gab es jedoch Entwarnung aus Washington bezüglich möglicher Zölle in Höhe von 100 Prozent auf importierte Arzneimittel aus der EU.
Neue Zölle auf Holzimporte treffen Europa und Kanada
Die Ankündigung Trumps, ab Mitte Oktober Zölle auf Schnittholz und Holzmöbel zu erheben, hat in der internationalen Holzindustrie für Besorgnis gesorgt. Die genaue Höhe der Zölle ist noch nicht bekannt, wird aber voraussichtlich zwischen 10 und 25 Prozent liegen. Insbesondere europäische und kanadische Holzproduzenten, die einen erheblichen Teil ihres Holzes in die USA exportieren, dürften von den neuen Zöllen betroffen sein.
Begründung: Unfairer Wettbewerb und Schutz der heimischen Industrie
Trump begründet die Maßnahme mit dem Ziel, den unfairen Wettbewerb zu bekämpfen und die heimische Holzindustrie zu schützen. Er wirft ausländischen Holzproduzenten vor, ihre Produkte zu Dumpingpreisen anzubieten und so den US-Markt zu verzerren. Mit den neuen Zöllen will Trump sicherstellen, dass die US-amerikanischen Unternehmen im Wettbewerb mit ausländischen Anbietern gleichberechtigt sind.
Handelsexperten warnen vor negativen Folgen
Handelsexperten warnen jedoch vor den negativen Folgen der neuen Zölle. Sie befürchten, dass die Maßnahme zu höheren Preisen für Verbraucher in den USA führen wird und die Bauindustrie beeinträchtigen könnte. Zudem könnte sie zu Vergeltungsmaßnahmen durch andere Länder führen und einen Handelskrieg mit weitreichenden Konsequenzen auslösen.
Entwarnung für Arzneimittelimporte aus der EU
Gleichzeitig gab es jedoch auch positive Nachrichten aus Washington. Die US-Regierung hat klargestellt, dass die angedrohten Zölle in Höhe von 100 Prozent auf importierte Arzneimittel nicht für Einfuhren aus der Europäischen Union gelten werden. Diese Entscheidung dürfte die europäische Pharmaindustrie und die Patienten in den USA, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, beruhigen.
Handelsstreitigkeiten bleiben bestehen
Trotz der Entwarnung für Arzneimittelimporte bleiben die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und anderen Ländern bestehen. Die neuen Zölle auf Holzimporte sind ein weiteres Beispiel für Trumps protektionistische Handelspolitik, die international auf Kritik stößt. Ob es gelingt, die Handelskonflikte auf diplomatischem Wege beizulegen, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit in der Weltwirtschaft dürfte jedoch weiterhin bestehen.
