Video: Wo in der EU konsumieren junge Erwachsene am häufigsten Cannabis?

Video: Wo in der EU konsumieren junge Erwachsene am häufigsten Cannabis?


Der aktuelle Bericht der Drogenagentur der Europäischen Union (EMCDDA) zeigt, dass Cannabis-Konsum unter jungen Erwachsenen in der EU weit verbreitet ist. Etwa jeder siebte junge Europäer zwischen 15 und 34 Jahren hat im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert. Doch wo genau in der EU greifen junge Menschen am häufigsten zum Joint?

 

Laut dem EMCDDA-Bericht weisen Italien, Kroatien und Spanien die höchsten Prävalenzraten für Cannabis-Konsum unter jungen Erwachsenen auf. Hier hat etwa jeder fünfte junge Mensch (etwa 20%) im Alter von 15 bis 34 Jahren im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert. Diese Zahlen sind deutlich höher als der EU-Durchschnitt von rund 14%. Die Gründe für diese regionalen Unterschiede sind vielfältig und reichen von kulturellen Normen bis hin zu unterschiedlichen nationalen Drogenpolitiken.

Unterschiedliche nationale Drogenpolitiken spielen eine Rolle

Die nationalen Gesetze und Bestimmungen zum Cannabis-Konsum variieren stark innerhalb der EU. Einige Länder haben einen relativ liberalen Ansatz und tolerieren den Besitz geringer Mengen für den persönlichen Gebrauch, während andere eine restriktivere Politik verfolgen. Diese Unterschiede in der Gesetzgebung könnten einen Einfluss auf die Konsummuster haben. Die EMCDDA betont jedoch, dass es keine einfachen Kausalzusammenhänge zwischen Drogenpolitik und Konsumraten gibt.

Männer konsumieren häufiger Cannabis als Frauen

Der Bericht der Drogenagentur zeigt auch einen deutlichen Geschlechterunterschied beim Cannabis-Konsum. Männer konsumieren Cannabis deutlich häufiger als Frauen. Innerhalb der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen ist der Anteil der Männer, die im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert haben, höher als der Anteil der Frauen. Dieser Unterschied ist in den meisten EU-Ländern zu beobachten.

Gesundheitliche Risiken und Prävention

Die EMCDDA betont, dass der regelmäßige Cannabis-Konsum, insbesondere bei jungen Menschen, mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann. Dazu gehören psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen, sowie negative Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung. Die Drogenagentur unterstreicht die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen und Aufklärungsprogrammen, um junge Menschen über die Risiken des Cannabis-Konsums zu informieren und ihnen zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die detaillierten Ergebnisse des Berichts sollen Entscheidungsträgern in der EU helfen, evidenzbasierte Drogenpolitiken zu entwickeln und umzusetzen.

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