Videografik: So wird die Vogelgrippe übertragen

Videografik: So wird die Vogelgrippe übertragen


Die Vogelgrippe breitet sich wieder aus: Was Sie über die Übertragung wissen müssen.

 

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland rasant aus. In mehreren Bundesländern verzeichnen die Behörden derzeit den bislang größten Ausbruch bei Wildvögeln. Die hochpathogene Variante des Virus, bekannt als HPAI (Highly Pathogenic Avian Influenza), gefährdet nicht nur Wildvogelbestände, sondern auch Geflügelbetriebe. In Baden-Württemberg mussten bereits 15.000 Tiere in einem betroffenen Betrieb notgeschlachtet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Übertragungswege im Fokus: Die Videografik klärt auf

Angesichts der alarmierenden Entwicklung ist es wichtig, die Übertragungswege der Vogelgrippe zu verstehen. Eine Videografik, die von Experten erstellt wurde, veranschaulicht die verschiedenen Möglichkeiten, wie sich das Virus verbreiten kann.

Übertragung von Tier zu Tier: Der Hauptübertragungsweg

Der Hauptübertragungsweg der Vogelgrippe ist der direkte Kontakt zwischen Tieren. Dies geschieht vor allem durch:

  • Kot infizierter Vögel: Das Virus ist in großen Mengen im Kot infizierter Vögel vorhanden. Gesunde Vögel können sich infizieren, wenn sie mit kontaminiertem Kot in Berührung kommen.
  • Atemwegssekrete: Durch Niesen oder Husten können infizierte Vögel das Virus in Form von kleinen Tröpfchen verbreiten.
  • Direkter Kontakt: Der direkte Kontakt zwischen infizierten und gesunden Vögeln, beispielsweise durch Schnäbeln oder Federputzen, kann ebenfalls zur Übertragung führen.
  • Kontaminierte Gegenstände: Geräte, Fahrzeuge, Kleidung und Schuhe, die mit infizierten Materialien in Berührung gekommen sind, können das Virus verbreiten.

Übertragung von Tier zu Mensch: Selten, aber möglich

Die Übertragung der Vogelgrippe von Tier zu Mensch ist selten, aber nicht ausgeschlossen. Sie erfolgt in der Regel durch engen Kontakt mit infizierten Vögeln oder deren Ausscheidungen. Die wichtigsten Übertragungswege sind:

  • Direkter Kontakt mit infiziertem Geflügel: Vor allem bei Personen, die beruflich mit Geflügel zu tun haben, wie beispielsweise Geflügelzüchter oder Tierärzte, besteht ein erhöhtes Risiko.
  • Einatmen von kontaminiertem Staub: Staub, der mit Vogelkot oder anderen infizierten Materialien kontaminiert ist, kann das Virus in die Atemwege des Menschen bringen.
  • Verzehr von rohem oder unzureichend gekochtem Geflügel: Theoretisch ist eine Übertragung durch den Verzehr von rohem oder unzureichend gekochtem Geflügel möglich, jedoch sehr unwahrscheinlich, da das Virus durch Hitze abgetötet wird.

Wie kann man sich schützen?

Um sich vor der Vogelgrippe zu schützen, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  • Vermeidung von Kontakt mit Wildvögeln: Halten Sie Abstand zu Wildvögeln und vermeiden Sie den Kontakt mit deren Ausscheidungen.
  • Hygiene beachten: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife und Wasser, insbesondere nach Kontakt mit Tieren oder deren Umgebung.
  • Geflügel richtig zubereiten: Garen Sie Geflügel immer gründlich durch, um eventuell vorhandene Viren abzutöten.
  • Meldepflicht beachten: Beobachten Sie bei Ihrem Geflügelbetrieb Auffälligkeiten und melden Sie diese umgehend dem zuständigen Veterinäramt.

Die Vogelgrippe ist eine ernstzunehmende Bedrohung für Tier und Mensch. Durch die Beachtung der Übertragungswege und die Einhaltung der empfohlenen Schutzmaßnahmen kann das Risiko einer Infektion minimiert werden.

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