Die Stimmung ist angespannt in Thüringen, wo in nur elf Tagen die Landtagswahlen stattfinden. Laut aktuellen Umfragen sieht es für die Ampel-Parteien – SPD, Grüne und FDP – nicht gut aus. Die rechtspopulistische AfD könnte sogar zur stärksten Kraft werden. Das wäre ein schwerer Schlag für das demokratische Lager.
Die CDU als größte Oppositionspartei liegt ebenfalls hinter der AfD. Ihr Spitzenkandidat Mike Mohring versucht zwar, im Schlussspurt noch Wähler zu mobilisieren, doch der Gegenwind ist stark. Viele Bürger sind frustriert von den etablierten Parteien und deren Unfähigkeit, die drängenden Probleme zu lösen.
Entscheidend für die Regierungsbildung könnte das Abschneiden des Bündnisses „Aufstehen“ rund um die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht werden. Ihre anti-establishment Rhetorik kommt bei vielen Wählern an. Sollte ihr Bündnis überraschend stark abschneiden, wäre das ein Dammbruch für das gesamte Parteiensystem in Thüringen.
Die Stimmung ist aufgeheizt, die Fronten verhärtet. Niemand wagt eine Prognose, wie die Wähler am Ende entscheiden werden. Fest steht nur: Thüringen steuert auf eine politische Zäsur zu, deren Folgen schwer abzusehen sind.
