Viele Eltern fragen sich, wie sie erkennen können, ob ihr Kind von Legasthenie betroffen ist. Tanja Scherle vom Bayerischen Landesverband Legasthenie gibt Antworten auf diese wichtige Frage.
Erste Anzeichen für Legasthenie
Oft zeigen sich erste Anzeichen für eine Legasthenie schon im Grundschulalter. Kinder mit Legasthenie haben Schwierigkeiten mit dem Lesen- und Schreiben-Lernen. Sie vertauschen Buchstaben, lesen langsam und ungenau und machen viele Rechtschreibfehler. Manchmal fällt es ihnen auch schwer, sich Dinge zu merken oder Reihenfolgen wiederzugeben.
Warum dauert die Diagnose so lange?
Trotz dieser eindeutigen Anzeichen kann es oft mehrere Jahre dauern, bis eine Legasthenie tatsächlich diagnostiziert wird. Der Grund dafür ist, dass die Symptome zunächst oft als normale Entwicklungsverzögerung oder Unreife eingestuft werden. Viele Kinder können die Schwierigkeiten im Laufe der Zeit auch teilweise kompensieren, sodass die Legasthenie lange unerkannt bleibt.
Professionelle Abklärung ist wichtig
Um eine Legasthenie sicher festzustellen, ist eine professionelle Abklärung durch Experten unerlässlich. Dazu gehören ausführliche Tests der Lese-, Rechtschreib- und Konzentrationsfähigkeiten. Nur so lässt sich eine Legasthenie zuverlässig diagnostizieren und geeignete Fördermöglichkeiten finden.
Früherkennung ist entscheidend
Je früher eine Legasthenie erkannt wird, desto eher können geeignete Fördermaßnahmen eingeleitet werden. Das ist sehr wichtig, da Kinder mit unerkannter Legasthenie im Laufe der Schulzeit immer größere Rückstände zu ihren Mitschülern entwickeln können. Mit der richtigen Unterstützung können sie ihre Stärken jedoch gezielt ausbauen und den Schulerfolg langfristig sichern.
