Wien – Die Reise von Wien nach München kostet ab 15. November nur mehr 19 Euro, bei nur einmaligem Umsteigen in Salzburg. Möglich geworden ist der günstige Tarif durch eine Kooperation von Westbahn und Westbus mit dem deutschen Flixbus und seinem Partner Autobus Oberbayern. Die Fahrt geht mit dem Zug der Westbahn von Wien nach Salzburg, lediglich Zwischenhalte in St. Pölten, Amstetten, Linz, Wels und Attnang Puchheim sind vorgesehen. In Salzburg wird in den Bus umgestiegen und weiter geht es nach München. Die Fahrt dauert fünf Stunden und zwanzig Minuten. Der Railjet der ÖBB bewältigt die Strecke in knapp vier Stunden, doch kostet das Ticket regulär 89 Euro.
Westbahn und Westbus
Die Westbahn Management GmbH ist eine Tochter der Rail Holding AG. Seit 2011 unterhält das Unternehmen einen Zugsverkehr zwischen Wien und Salzburg. Ehrgeiziges Ziel der Rail Holding ist der Aufbau eines privaten Eisenbahn- und Busnetzes in Zentraleuropa. Als Tochter von Westbahn wird Westbus geführt, ein Busunternehmen, das im Besitz von Blaguss Busreisen und der Rail Holding ist. Die ÖBB hat vertraglich für die Jahre 2011 bis 2016 ihre Infrastruktur auf der Westbahnstrecke zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2012 musste Westbahn einen Verlust von 23,45 Millionen Euro verzeichnen, Westbus 1,7 Millionen Euro. Westbahn prognostiziert jedoch ab Sommer 2013 ein positives Ergebnis. Die Tarife betragen in der Regel die Hälfte des Zweit-Klasse-Tickets der ÖBB. Als besonderes Service bietet Westbahn den Kauf der Tickets ohne Aufpreis im Zug an. Neben den Einzelfahrscheinen stehen dem Konsumenten auch Gruppenfahrscheine und Zeitkarten zur Verfügung sowie eine Kilometerbank in drei verschiedenen Versionen. Die Westbahn unterhält sieben Triebzug-Garnituren, alle barrierefrei. Raucherlounge und Westbahncafe sind in jeder Garnitur vorgesehen. In den Waggons Westbahn + sind im Fahrpreis ein Snack, ein Getränk und eine Tageszeitung enthalten, serviert am Sitzplatz. Die Westbahn setzt auf Niedrigpreis und Service.
„Attraktive Verbindungen zu sensationellen Preisen“
„Für den Kunden bedeutet die intermodale Vernetzung unseres deutschlandweiten Angebots mit Österreich viele attraktive Verbindungen zu sensationellen Preisen“, erklärt Andre Schwämmlein, Geschäftsführer von Flixbus. Aber auch Thomas Blaguss, Gründer von Westbus, sieht Vorteile für seine Kunden: „Westbus bietet bereits ein attraktives Streckennetz aus internationalen Buslinien. Die neue Verbindung München-Salzburg ergänzt das bestehende Angebot optimal. Zwei tägliche Verbindungen pro Richtung zwischen Österreich und Deutschland ist der Auftakt zum geplanten schnellen Aufbau weiterer grenzüberschreitender Verbindungen“. Die Gründung der Westbahn wurde ermöglicht durch die Bahnliberalisierung innerhalb der Europäischen Union. Der Hintergrund? Mehr Wettbewerb soll für bessere Qualität sorgen.
Foto: © FlixBus

