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Afrikabeauftragter drängt auf Lösung des Äthiopien-Konflikts

Angesichts des neuen militärischen Konflikts in Äthiopien hat der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), vor neuen Flüchtlingsbewegungen aus der Region gewarnt. "Die Situation ist brandgefährlich", sagte Nooke dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). "Es ist wichtig, dass dieser Konflikt bald gelöst wird, auch um zu verhindern, dass er auf die Region übergreift."

Ein Andauern oder eine Ausweitung des Konflikts könnte auch zu neuen Flüchtlingsbewegungen führen, so der CDU-Politiker. Alle Seiten sollten "auf Dialog setzen statt auf militärische Mittel", um den Konflikt dauerhaft zu lösen. "Für einen dauerhaften Frieden und Zusammenhalt ist meines Erachtens eine Entwaffnung der nicht-staatlichen Konfliktparteien wichtig." Hilfreich könne zunächst ein konkreter neuer Termin für die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Parlamentswahl sein. "Da der Konflikt mit auf unbestimmte Zeit verschobenen Wahlen begann, könnte ein neuer Termin helfen, die Lage zu entspannen." Ein Einsatz der EU zur Lösung des Konflikts sei denkbar, sagte Nooke. "Die EU sollte sich nicht heraushalten, wenn sie um Unterstützung gebeten wird." In Äthiopien geht die Regierung von Premierminister Abiy Ahmed mit einer Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) vor, die zuletzt Wahlen in der Region Tigray gewonnen hatte, berichtet das RND. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Äthiopien, über dts Nachrichtenagentur

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