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Agrargipfel im Kanzleramt: Grüne kritisieren Teilnehmerauswahl

Der für Montag geplante Agrargipfel im Bundeskanzleramt soll offenbar ohne Natur- und Tierschutzverbände sowie Oppositionsparteien stattfinden. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, kritisierte die Auswahl der Teilnehmer: "Der Agrargipfel wird nicht verbinden, sondern weiter spalten. Für einen echten Dialog müssen der Tier- und Naturschutz, die Länder und die Opposition eingebunden werden", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

40 Verbände aus dem Agrarsektor stünden auf der Teilnehmerliste, darunter der Bauernverband und der Bund Lebensmittel, berichtet die Zeitung. "Beim Agrargipfel sprechen nicht die bäuerlichen Familienbetriebe, sondern die Wirtschaftsverbände, die ohnehin bei Agrarministerin Klöckner ein und aus gehen", so der Grünen-Politiker weiter. Das Bundeskanzleramt hatte angesichts anhaltender Bauernproteste gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zum Gipfel geladen. Zuletzt hatten Tausende Landwirte am Dienstag Berlin mit Treckern lahmgelegt. "Die Kanzlerin macht Ernährung und Landwirtschaft zur Chefsache. Das ist mehr als nur ein überfälliges Zeichen der Anerkennung", sagte Albert Stegemann (CDU), agrarpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. Der Dialog dürfe aber nicht im Kanzleramt enden. In der Mensa jeder Kita, jeder Schule oder Krankenhauses müsse er geführt werden, so der CDU-Politiker weiter. "Dort wird tagtäglich mitentschieden, wie unsere Landwirtschaft aussieht", sagte Stegemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Foto: Bundeskanzleramt, über dts Nachrichtenagentur

 

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