Aktie im Fokus: Tui enttäuscht mit mauen Buchungen

Aktie im Fokus: Tui enttäuscht mit mauen Buchungen


Der Touristikkonzern Tui hat seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt, die bei den Investoren auf ein gemischtes Echo gestoßen sind. Zwar konnte Tui im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 einen Umsatzanstieg verzeichnen, doch die Buchungszahlen für den bevorstehenden Winter sowie die kommende Sommersaison haben die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt. Diese Entwicklung hat zu einem deutlichen Kursverlust der Tui-Aktie geführt.

Enttäuschende Buchungen für Winter und Sommer

Laut Tui-Chef Sebastian Ebel haben die Buchungen für den bevorstehenden Winterurlaub bislang nicht das erhoffte Niveau erreicht. Zwar sei man im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser unterwegs, doch die Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden. Auch für die Sommersaison 2023 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Hier liegen die Buchungen zwar über dem Vorjahresniveau, jedoch ebenfalls unter den internen Zielmarken des Reisekonzerns.

Belastende Faktoren

Neben den verhaltenen Buchungszahlen sieht sich Tui auch mit anderen Herausforderungen konfrontiert. So sorgt der anhaltende Auslieferungsstopp für den Boeing 737 MAX bei der Tochtergesellschaft Tuifly für zusätzliche Belastungen. Hier müssen teurere Ersatzflugzeuge gechartert werden, was die Kosten erhöht und die Profitabilität schmälert.

Darüber hinaus machen sich auch die allgemein gestiegenen Kosten für Treibstoff, Personal und andere Betriebsaufwendungen bemerkbar. Diese Faktoren belasten die Ertragskraft des Reisekonzerns und tragen dazu bei, dass die Anleger derzeit skeptisch auf die Tui-Aktie blicken.

Strategiewechsel und Kosteneinsparungen

Um die Situation zu verbessern, hat Tui-Chef Ebel bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. So soll der Fokus verstärkt auf profitablere Reiseangebote und Ziele gelegt werden. Außerdem will Tui die Kosten weiter senken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Zu den geplanten Kosteneinsparungen gehören unter anderem der Abbau von bis zu 2.000 Stellen sowie Einsparungen in der Verwaltung und bei den IT-Systemen. Darüber hinaus prüft Tui auch den Verkauf von Unternehmensteilen, um die Bilanz zu stärken und die finanzielle Flexibilität zu erhöhen.

Hoffnung auf Erholung

Trotz der aktuellen Herausforderungen sehen Branchenexperten für Tui mittelfristig durchaus Potenzial. Die Reiselust der Verbraucher scheint nach den Corona-Einschränkungen weiterhin vorhanden zu sein. Sollte es Tui gelingen, die Kostenbasis zu senken und die Buchungszahlen zu stabilisieren, könnte der Konzern von einer anhaltenden Erholung der Reisebranche profitieren.

Allerdings wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis Tui wieder an die Erfolge der Vor-Corona-Zeit anknüpfen kann. Bis dahin müssen die Anleger weiterhin Geduld aufbringen und abwarten, ob die eingeleiteten Maßnahmen greifen und den Reisekonzern auf den richtigen Pfad zurückbringen.

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