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Alles auf Rollen – Möbel praktischer und flexibler nutzen

Die Anforderungen an das moderne Leben sind Mobilität und Anpassungsfähigkeit. Warum sollte das nicht auf das Wohn- und Arbeitsumfeld umgelegt werden? Der italienische Hersteller Boffi hat bereits 2017 die bereits in den 1960er-Jahren von Joe Colombo entworfenen „Minikitchen“ auf Rollen neu aufgelegt. Der rollende Kubus, bietet auf kleinsten Raum drei wesentliche Funktionen an: Kochmöglichkeit, Arbeitsfläche und Lagerung von Lebensmitteln in dem integrierten Kühlschrank. Sogar eine Abstellfunktion für Küchenutensilien gibt es. Das Einzige was fehlt, ist eine Wasserstelle.

Bereits in den 1970er Jahren verordnete der Designer auch dem Arbeitsalltag flexible Möbel. Er entwarf Containern aus Kunststoff, die auf Rollen neben dem Schreibtisch ihren Platz fanden und den Arbeitsutensilien Platz boten und zugleich unkompliziert ihren Platz wechseln konnten. Doch nicht nur das Material war besonders, sondern auch die Farbgebung. Rund 20 Jahre später entwickelte Antonio Citterio für den italienischen Hersteller Kartell Rollcontainer aus farbigen, transparenten Kunststoff mit großen Rollen.

Der Sprung vom Büro ins private Heim

Viele der preisgekrönten Entwürfe aus vergangenen Zeiten schafften den Sprung in die privat Haushalte und dort werden sie noch heute als Designklassiker geschätzt. Die Weiterentwicklungen mit Möbelrollen im edlen Design, spiegeln die Notwendigkeit von hoher Mobilität besonders im Arbeitsalltag wider. Viele Firmen stellen ihren Mitarbeitern längst keine festen Schreibtische mehr zur Verfügung. Sondern sie erhalten einen persönlichen Rollcontainer, der über ein ausgeklügeltes Innenleben verfügt, sowie einen Stromanschluss und einen kleinen Stauraum. Damit ist das Arbeiten nahezu an jedem Platz möglich. Das einzige was die Mitarbeiter zur Hand haben müssen sind ihre Arbeitsunterlagen.

Mobile Möbel – vor allem im Kinderzimmer von Vorteil

Diese Art von Arbeitscontainern werden zunehmend auch an Privatpersonen verkauft, die ihr Homeoffice modern gestalten wollen. Die mobilen Möbel haben mittlerweile im Wohnalltag einen festen Platz eingenommen. Besonders in einem kleinen Apartment stellen die mobilen Möbel eine gute Möglichkeit dar, wenn es darum geht Platz zu sparen und dennoch nicht auf Design zu verzichten. So kann bspw. der Tisch dank Rollen schnell an die Wand geschoben werden, wenn bspw. Platz für eine Party benötigt wird. Oder eine aufklappbare Konsole kann sich in einen Esstisch für sechs Personen verwandeln.

Mittlerweile gibt es einige Möbelhersteller die auf Mobilität setzen. So gibt es Regale, Tische und Konsolen im Baukastenprinzip und auf Wunsch werden diese mit Rollen versehen. Die mobilen Möbel stellen vor allem in den Kinderzimmern eine große Hilfe dar. Denn eine Spielzeugkiste, die auf Rollen steht oder ein Spieltisch, der schnell einmal für die Spielzeugeisenbahn oder die Autorennbahn zur Seite geschoben werden kann, ist ein praktischer Helfer.

Vor allem sind Rollen bei schweren Möbeln praktisch, die im Bedarfsfall versetzt werden sollen. Dies ist besonders auf einer Terrasse oder im Garten der Fall. Daher sind Sonnenliegen auf Rollen bei den meisten Herstellern bereits Standard. Dagegen ist ein Strandkorb auf Rollen eher noch eine Besonderheit, doch mit ein wenig Geschick sind diese nachrüstbar. Es gibt zahlreiche Möbelrollen, in verschiedenen Größen, die für diverse Zwecke nützlich sind, wie bspw. Rollen mit Feststellbremsen für schwere Möbel und starre Bockrollen, die nur in eine Richtung rollen.

Wenn selbst die Wand auf Rollen steht

Auch ein Sonnenschirmständer, der auf Rollen steht, ist außerordentlich hilfreich. Ein Hersteller hat bereits eine Bodenplatte aus Stahl entwickelt, die sogar mit Rollen bestückt werden kann. Auch die mobile Lösung des Londoner Büros Chris Dyson Architects ist besonders clever. Denn hinter einer mobilen Wand befindet sich ein Klappbett. Wird die Wandverkleidung zur Seite gerollt, dann erscheint das Gästebett zum Herunterklappen und die Wandverkleidung mutiert zum Sichtschutz. Zudem gibt es auch Ideen, wie bspw. Bücherregale auf Schienen im Boden laufen zu lassen.

Mobile Pflanzenwände: ästhetisch, natürlich und funktional

Mittlerweile gibt es Pflanzen-Paravents, die mit Möbelrollen ausgestattet sind. Diese Pflanzkübel, lassen sich problemlos an jeden Platz bewegen. So können sie als Sicht- und Schallschutz dienen und schaffen Diskretion und verbessern. Dabei kann es sich um eine schützende Hecke u.a. für Großraumbüros und Beratungsinseln handeln.

Diese mobilen Pflanzwände und -kübel weisen zudem noch einen weiteren großen Vorteil auf: Sie verbessern den Geruch und die Akustik im Raum deutlich. Und selbst „dicke Luft“ gehört der Vergangenheit an. Denn besonders die Tropenpflanzen wie bspw. Ficus und Drachenbaum, binden Kohlenstoff und produzieren den für den Menschen lebensnotwendigen Sauerstoff. Darüber hinaus absorbieren sie bestimmte Luftschadstoffe aus Innenräumen. Von den Ärzten und Berufsgenossenschaften wird sogar empfohlen, Pflanzen zur Verbesserung des Raumklimas sowie des persönlichen Wohlempfindens einzusetzen.

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