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Allianz-Chefberater: Chancen für „gutes Ende“ USA-EU-Zollstreit

Mohamed El-Erian, der ökonomische Chefberater der Allianz, hält es für möglich, dass die USA und Europa einen Handelskrieg verhindern. „Am besten wäre es, wenn die Vereinigten Staaten gemeinsam mit der EU ihre Interessen gegenüber China durchsetzen“, sagte er im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Den Kompromiss, den US-Präsident Donald Trump mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vergangene Woche gefunden hat, würde „den beunruhigenden Marsch in Richtung Handelskrieg verlangsamen“, sagte El-Erian.

Der frühere Chef des Anleihe-Händlers Pimco glaubt, dass die EU und die USA gemeinsam noch viel mehr erreichen könnten. „Je nach dem, was die USA und die EU nun aushandeln, könnte das einen wichtigen Grundstein dafür legen, um das internationale Handelsregime zu verbessern“, sagte El-Erian. „Im besten Fall könnten sich die beiden Parteien verbünden, um ihre gemeinsamen Probleme mit China anzusprechen, wenn es zum Beispiel um geistiges Eigentum geht, um die Anforderungen für Joint-Ventures und andere nicht-tarifäre Handelsschranken.“ Sollte es zu einem ausgewachsenen Handelskrieg kommen, seien die USA am besten gerüstet. Zum einen, weil viele Investoren das Land für weniger exportabhängig halten als Europa und China. Zum anderen, weil die US-Wirtschaft besser dastehe. „Wenn es nach der US-Notenbank geht, sorgen die Steuersenkungen noch mindestens drei Jahre lang für Rückenwind.“ Das sei auch der Grund, warum die Aktienmärkte in den USA seit dem Handelsstreit besser abschneiden als die in China und Europa.

Foto: Allianz-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

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