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Alte Liebe rostet nicht – Milliarden D-Mark sind noch im Umlauf

Die „Deutsche Mark“ und die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland waren von Beginn an eng miteinander verbunden. Die „D-Mark“ als verlässliche und stabile Währung bildete die Basis für den erfolgreichen Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung der BRD. Somit ist es keineswegs verwunderlich, dass die Bundesbürger ihre „DM“ liebgewonnen haben und sich selbst noch viele Jahre nach der Einführung des Euro nach ihr sehnen.

Milliarden von D-Mark sind noch im Umlauf

Auch knapp 18 Jahre nach dem Abschied von der D-Mark hat es den Anschein, dass dieser noch immer schwerfällt: Mark und Pfennig sind weiterhin im Milliardenwert im Umlauf. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank waren Ende November 2018 Scheine und Münzen im Gesamtwert von 12,55 Milliarden Mark noch nicht umgetauscht:
  • 5,88 Milliarden Mark in Banknoten und
  • 6,67 Milliarden Mark in Münzen.
Dieser Wert entspricht ungefähr 166 Millionen Banknoten und mehr als 23 Milliarden Münzen! Allerdings wurde der größte Teil der Bestände rund um die Einführung des Euro’s Anfang 2002 eingewechselt. Pro Jahr werden seitdem D-Mark im Wert von 70 bis 100 Millionen Mark bei der Bundesbank eingereicht. 2018 waren es bis Anfang Dezember rund 86 Millionen Mark, nach Angaben der Notenbank. Die D-Mark Schätze werden immer wieder durch Zufall entdeckt: in Schubladen, auf dem Dachboden oder sogar im Garten vergraben. Anders als in anderen Euro-Ländern ist es möglich, die alten Scheine und Münzen bei der Bundesbank unbefristet einzutauschen. Angaben zufolge wird am häufigsten der 100-Mark-Schein bei der Bank eingereicht, gefolgt von 500er und 1000er Banknoten. Deutsche Mark - Alte Liebe rostet nicht – Milliarden D-Mark sind noch im Umlauf

Vor allem im Ausland hat die D-Mark eine „Wertaufbewahrungsfunktion“

Nach Einschätzung der Notenbank dürfte ein Teil der Münzen und Scheine allerdings verloren gegangen, vernichtet oder in Sammler-Schatullen gelandet sein. Zudem dürfte der größte Teil sogar außerhalb von Deutschland lagern. Dort genießt die D-Mark eine Wertaufbewahrungsfunktion. Selbst gefälschte Geldscheine der „Deutsch Mark“ tauchen hin und wieder auf – doch das ist eher die Ausnahme. Viele Menschen die noch alte DM-Münzen besitzen, wissen oft gar nicht, welch kleines Vermögen sie besitzen. Die Experten und Fachleute von Münzen-Verkauf Moroder wissen, das sich eine Inspektion lohnt, denn bestimmte Merkmale heben den Sammlerwert einiger Münzen gewaltig an. Besonders die Münzen, die im Zeitraum von 1948 bis 2001 geprägt wurden und in Umlauf waren, sind interessant. Besonders die Umlaufmünzen von 1 Pfennig bis 5 Markt stehen dabei an erster Stelle. Sie waren über 50 Jahre in den Geldbeuteln der Deutschen zu finden und sind sogar heute noch im Besitz von Bürgern. Im Jahr 2001 kam es zum glanzvollen Abschied der Deutschen Mark mit einer erstmaligen Ausgabe einer Goldmünze in Zeiten der BRD. Mit der 1 DM Goldmark kam es zum würdigen Abschluss und sie wurde nicht nur von Sammlern als bleibende Erinnerung gekauft. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Münze ihren Wert seitdem spürbar erhöhen konnte, wobei der steigende Goldpreis einen wesentlichen Anteil dazu beitrug. An eines wird sich sicherlich nur die ältere Generation erinnern: Anfangs wurde das höchste münznominal, noch aus Silber geprägt. Die Ausgabe des beinah legendären „5 DM Heiermann“ wurde erst 1974 aufgrund des stark gestiegenen Silberpreises eingestellt.

Die Sammlerausgaben in der BRD in den DM-Zeiten

Nicht nur mit dem Euro kommt es immer wieder zu besonderen Ausgaben, welche die Sammler ansprechen, sondern auch in den DM-Zeiten. Zu Ehre des germanischen Museums wurde 1952 die erste Gedenkmünze geprägt. Bis heute werden für die ersten vier 5 DM-Gedenkmünzen Höchstpreise erzielt. Die Auflagen der kommenden Ausgaben wurden in der Folgezeit drastisch erhöht und das führte zu fallenden Preisen und Interesse. 1987 kam es zur Einführung der 10 DM Gedenkmünzen und diese wurden wieder aus Silber gepraegt, allerdings grundsätzlich mit hohen Auflagezahlen. Erst in den letzten Jahren der „Deutsch Mark“ wurden diese wieder gesenkt. Mit den Gedenkmünzen haben die Sammler hinsichtlich der Wertsteigerung seither kaum Grund zur Freude, denn selbst heute noch ist es moeglich, eine Sammlung fast zum Nennwert der Münzen zu kaufen. Natürlich dürfen die DM-Kursmünzensätze nicht unerwähnt bleiben. Diese erschienen zuerst in Spiegelglanz und später auch in Stempelglanz. In Hinsicht auf die Wertentwicklung lassen sich jedoch Parallelen zu den Gedenkmünzen feststellen. Doch es gibt durchaus Ausnahmen: Die Anfangsjahre mit den sehr geringen Auflagen und das Jahr 1995, in dem kein Münzen mehr für den Umlauf geprägt wurden. Die Folge war, dass die Preise für die Kurzmünzensätze entsprechend in die Höhe schnellten.

Die Goldmark: der würdige Abschluss

Im Jahr 2001 kam es zum glanzvollen Abschied der Deutschen Mark mit einer erstmaligen Ausgabe einer Goldmünze in Zeiten der BRD. Mit der 1 DM Goldmark kam es zum würdigen Abschluss und sie wurde nicht nur von Sammlern als bleibende Erinnerung gekauft. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Münze ihren Wert seitdem spürbar erhöhen konnte, wobei der steigende Goldpreis einen wesentlichen Anteil dazu beitrug. Wer noch alte Münzen besitzt, der sollte diese genau inspizieren. Vor allem eine besondere 2-Pfennig-Münzen, die zwischen 1968 und 1969 geprägt wurde, weist heute einen Wert zwischen 2000 und 5000 Euro auf, denn sie bestand in diesem Zeitraum aus reinem Kupfer. Ausschlaggebend ist jedoch das Prägezeichen, das auf die Prägestätte hinweist. Handelt es sich um ein „J“, handelt es sich um eine der seltenen „Hamburgischen Münzen“. Zudem gibt es weitere, gefragte Sammlerstücke unter den DM-Münzen, wie bspw. ein 1-Mark-Stück von 1954 mit der Prägestätte „G“, das 10 bis 1200 Euro wert ist. Interessant ist auch ein 50-Pfennig-Stück von 1950 mit dem Schriftzug „Bank Deutscher Länder“. Diese Münze ist 400 bis 600 Euro wert, da es sich um eine Fehlprägung handelt, da eine alte Schablone verwendet wurde.

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