Das Wahlkampfteam von Joe Biden teilte am 19. Juli mit, dass der an Corona erkrankte 81-jährige Präsident nächste Woche wieder in den Wahlkampf startet. Diese Ankündigung kam jedoch nicht ohne Kontroversen. Inzwischen haben sich 28 Kongressabgeordnete und Senatoren quer durch die Parteien offen gegen eine erneute Kandidatur Bidens ausgesprochen.
Unter ihnen befindet sich auch der ehemalige Präsident Barack Obama, der jahrelang eng mit Biden zusammengearbeitet hat. Obama soll hinter den Kulissen Bedenken gegenüber Bidens Gesundheit und Leistungsfähigkeit geäußert haben. Er befürchte, dass Bidens fortgeschrittenes Alter und die überstandene Corona-Infektion seine Chancen auf eine Wiederwahl deutlich schmälern könnten.
Viele demokratische Strategen teilen diese Einschätzung. Sie sehen in Bidens Alter und Gesundheitszustand ein zunehmendes Risiko für die Partei. Mögliche Alternativkandidaten wie Vizepräsidentin Kamala Harris oder der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, werden daher bereits als mögliche Nachfolger gehandelt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sich diese Debatte innerhalb der Demokraten weiterentwickelt und ob Biden tatsächlich noch einmal antreten wird.
