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Außenhandel fürchtete wirtschaftliche Folgen der Afghanistan-Krise

Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, hält die Krise in Afghanistan für eine mögliche nachhaltige Gefahr für die Wirtschaft. Sollte die Terrorgefahr steigen, könne dies schnell zu einer Destabilisierung der Region führen, was wiederum den Welthandel zusätzlich belaste, sagte er dem „Handelsblatt“. Das träfe die Außenhandelsnation Deutschland substanziell.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl kritisierte Börner die Kanzlerkandidaten aller Parteien, Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD). Aus seiner Sicht fehlende das Engagement zur Beilegung des internationalen Handelskriegs, insbesondere zwischen den USA und China. „Alle drei Kandidaten eint, dass sie nicht den Mut haben, unser derzeit größtes Problem entschlossen anzugehen“, so der Präsident des Außenhandelsverbandes. Die Europäer seien ein Volk von „satten Illusionisten und Gutmenschen“ geworden. Seine Forderung: Die Regierungschefs der großen Länder in der EU um Deutschland, Frankreich oder Spanien müssten sich zusammentun und klar sagen, dass man mit „bitte, bitte“ nicht mehr weiterkomme. Börner fordert sowohl ein militärisches Aufrüsten als auch ein Aufrüsten mit Blick auf Cyberangriffe. Die Prognosen des Außenhandelspräsidenten für die deutsche Wirtschaft sind ansonsten düster. „Deutschland wird in eine nachhaltige Rezession hineinsteuern, wenn jetzt nichts passiert“, fürchtet Börner. Dann würden die Renten genauso wenig wie die Leistungen aus der Arbeitslosen- oder Krankenversicherung noch sicher sein. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

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