Nach dem verheerenden Anschlag mit einem Auto auf eine Gewerkschafts-Demonstration in München, bei dem mehr als 30 Menschen verletzt wurden, verdichten sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat.
Der 24-jährige Tatverdächtige hatte in seiner Vernehmung durch die Ermittlungsbehörden Äußerungen getätigt, die laut der Leitenden Oberstaatsanwältin auf „eine religiöse Tatmotivation“ schließen lassen. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass es sich um einen Anschlag mit extremistischem Islamismus-Hintergrund handeln könnte.
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, aber erste Indizien deuten in diese Richtung. Genaueres soll in den nächsten Tagen und Wochen durch die Sicherheitsbehörden geklärt werden.
Terrorismus-Experten werten den Vorfall als möglichen neuen Schlag des islamistischen Terrors, der Deutschland erneut getroffen hat. Auch wenn die genauen Hintergründe noch nicht abschließend geklärt sind, so scheint doch ein extremistisches Motiv zumindest wahrscheinlich.
Schwere Verletzungen und Schock in München
Der Anschlag hatte sich am Mittwochnachmittag im Stadtzentrum von München ereignet. Ein Autofahrer war mit seinem Wagen in eine Menschenmenge gefahren, die an einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi teilnahm. Mehr als 30 Menschen wurden dabei teils schwer verletzt. Einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.
Die Opfer erlitten zum Teil schwere Knochenbrüche, Kopfverletzungen und innere Verletzungen. „Es sind schreckliche Bilder, die sich uns hier bieten“, sagte ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums. „Viele Menschen sind in einem ernsten Zustand.“
Die Tat habe bei den Teilnehmern der Demonstration und in der Bevölkerung Münchens große Bestürzung ausgelöst. „Die Menschen sind geschockt und verunsichert“, berichtete ein Augenzeuge. „So etwas hat man in unserer Stadt noch nie erlebt.“
Suche nach möglichen Komplizen
Die Ermittler fahnden nun nach möglichen Hintermännern oder Komplizen des Tatverdächtigen. Auch die genauen Umstände und das Motiv der Tat sind noch Gegenstand der Untersuchungen.
Der 24-jährige Verdächtige, der nach dem Anschlag festgenommen wurde, soll laut Medienberichten bereits in der Vergangenheit durch Kontakte zur extremistischen Szene aufgefallen sein. Ob es sich um eine Einzeltäterschaft oder um einen koordinierten Anschlag handelt, ist derzeit noch unklar.
Die Sicherheitsbehörden haben ihre Präsenz in München deutlich verstärkt, um mögliche Folgeaktionen zu verhindern. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, besonders wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend den Behörden zu melden.
Sorge vor weiteren Anschlägen
Experten befürchten, dass der Münchner Vorfall möglicherweise nur der Auftakt zu einer neuen Serie von Anschlägen durch islamistische Terroristen sein könnte. Deutschland sei weiterhin ein bevorzugtes Ziel für solche Attacken, warnen Sicherheitsexperten.
„Wir müssen leider damit rechnen, dass solche Taten sich wiederholen könnten“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds. „Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus ist nach wie vor sehr real.“
Die Behörden haben ihre Sicherheitsmaßnahmen bereits verschärft und appellierten an die Bürger, wachsam zu bleiben. „Jeder Einzelne kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass solche schrecklichen Ereignisse möglichst verhindert werden“, betonte der Münchner Polizeipräsident.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist gefordert
Der Münchner Anschlag hat nicht nur bei den unmittelbar Betroffenen, sondern in der gesamten Gesellschaft tiefe Spuren hinterlassen. Er zeigt erneut, wie verwundbar und bedroht wir alle sind.
In Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und Solidarität zeigen. Nur so können wir den Tätern die Stirn bieten und verhindern, dass sie uns auseinanderdividieren.
„Wir lassen uns von solchen Taten nicht einschüchtern“, betonte der bayerische Ministerpräsident. „Unser Zusammenhalt und unsere Werte sind stärker als jede Form von Hass und Gewalt.“
Auch die Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen riefen dazu auf, jetzt nicht die Nerven zu verlieren, sondern entschlossen für Freiheit, Demokratie und Toleranz einzustehen. „Gemeinsam werden wir diese Herausforderung meistern“, zeigte sich der Verdi-Vorsitzende zuversichtlich.
