AVM Router 660x330 - AVM: Router-Sicherheit bei Botnetz-Angriffen

AVM: Router-Sicherheit bei Botnetz-Angriffen

Geht es um Router in deutschen Haushalten, hat die Firma AVM eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben: Ihr Produkt "FRITZ!Box" besitzt in Deutschland einen Marktanteil von über 50 Prozent, auch im europäischen Ausland hat es einen Teil des Marktes erobern können. Ihre Bekanntheit steigt Jahr für Jahr, wie aus dem ACTA-Report des IfD Allensbach hervorgeht. AVM bringt den markanten roten Router regelmäßig in neuen Modellen mit erweiterten Features sowie Updates auf den Markt. Allerdings sorgte die FRITZ!Box 2014 wegen gehackter Router für Schlagzeilen – was hat sich seitdem bezüglich der Sicherheit getan?

Automatische Updates eingeführt

Auf Platz 1 der CHIP-Bestenliste liegt aktuell die AVM FRITZ!Box 7580, gefolgt von Modellen der Hersteller Asus aus Taiwan und Netgear aus den Vereinigten Staaten. Das Modell von AVM punktet vor allem mit überdurchschnittlicher Ausstattung und Funktionalität. Doch wie ist es um die Sicherheit der Router bestellt? WLAN-Ausfälle und möglicher Datendiebstahl durch Cyber-Angriffe bereiten Nutzern immer wieder Kopfschmerzen. Der letzte spektakuläre Fall war ein Hackerangriff auf die Telekom im November 2016, und es war sicherlich nicht der letzte dieser Art. Die Telekom-Nutzer erlebten eine Attacke, bei der die Angreifer versuchten, aus den Speedport-Routern ein Botnetz zu erstellen, das für weitere Attacken genutzt werden sollte. Laut "Stern" sorgen sich seitdem auch viele FRITZ!Box-User, dass ihnen etwas Ähnliches passieren könnte. Bei der Telekom sei der Hackerangriff jedoch lediglich aufgrund einer Sicherheits-Schwachstelle möglich gewesen, die es bei der FRITZ!Box nicht gebe: "Sicherheit ist für AVM das A und O", wie eine Unternehmenssprecherin der AVM betont. Ein solcher Angriff sei deshalb bei FRITZ!Box-Anwendern praktisch nicht möglich. Updates werden seit einem Angriff im Jahr 2014 automatisch abgerufen und installiert – aus früheren Fehlern hat AVM gelernt. Wie wirtschaft.com berichtete , gelang der Hack damals ausschließlich bei Nutzern, die ihren Router per Fernzugriff nutzten – eine Funktion, die eigentlich als Vorteil dieser Boxen gilt.

Vor Angriffen schützen

Was den Router selbst angeht, sorgt die Verschlüsselung der Kommunikation über VPN für grundlegende Sicherheit. Ein Risiko bleibt allerdings das vom Nutzer selbst eingestellte (oder voreingestellte) Passwort. Das Risiko, gehackt zu werden, sei wesentlich höher, wenn man das voreingestellte Passwort nicht ändere, betont der "Stern". Das Passwort für den Router-Zugang solle zudem ein anderes als das WLAN-Passwort sein. Dies ist die Zahlen-Buchstaben-Kombination, die sich sichtbar auf dem Gerät befindet und deshalb ebenfalls neu gewählt werden sollte. Ebenfalls empfehlenswert ist es, den Subnetzbereich des LANs zu ändern, denn der vorgegebene Bereich lässt sich leicht lokalisieren. "Geben Sie dafür dem Router eine andere Adresse aus dem Bereich 192.168.x.y, beispielsweise 192.168.96.1", empfiehlt Dusan Zivadinovic vom Computermagazin c't . Die Angriffsfläche seines IT-Netzwerks verkleinert man wiederum, in dem man nur die Funktionen aktiviert, die man tatsächlich benötigt und nutzt; alle anderen sollte man besser abschalten. "Die Logik ist simpel wie bestechend", erklärt Christoph Dyllick-Brenzinger von PC Welt , denn "Systeme und Zugänge, die nicht verfügbar sind, können auch nicht angegriffen werden." Das gilt übrigens auch für Firmennetzwerke. In Unternehmen ist es sinnvoll, nur die Zugänge zu aktivieren, die die Mitarbeiter tatsächlich benötigen; alle anderen sind besser im Vorhinein zu deaktivieren. Foto: © AVM

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