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Bahn reduziert Pünktlichkeitsziele für Fernzüge drastisch

Die Deutsche Bahn (DB) reduziert laut eines Medienberichts ihre Ziele für die Pünktlichkeit bei Fernzügen. Laut internen Plänen, über welche die „Welt“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, sollen die ICEs, IC- und EC-Züge im laufenden Jahr zu 76,5 Prozent pünktlich ihre Zielbahnhöfe erreichen. 2014 lag die Quote bei 74,9 Prozent.

Züge gelten bei der DB als pünktlich, wenn sie ihren Zielbahnhof weniger als sechs Minuten nach der im Fahrplan angegebenen Zeit erreichen. Damit schraubt die Bahn ihre Ambitionen deutlich zurück. Unter Bahnchef Rüdiger Grube und seinem Infrastrukturchef Volker Kefer, die beide das Unternehmen verlassen haben, waren 85 Prozent pünktliche Fernzüge das Fernziel. Ab diesem Wert erreichen nahezu alle Kunden ihren Anschlusszug. Gegen Ende der Ära Grube hatte man das Ziel auf 82 Prozent reduziert, inzwischen ist die tatsächliche Quote im freien Fall. Tiefpunkt war der August 2018 mit 69,8 Prozent pünktlichen Fernzügen. Eine Quote von 81 Prozent hält der Vorstand laut Zeitung erst in rund fünf Jahren für möglich, wenn die Bahn viele neue Züge bekommen und sich das Baustellenmanagement verbessert hat. Zudem müssten vorhandene Züge schneller aus den Werkstätten wieder aufs Gleis kommen. Wie Bahnchef Richard Lutz das schaffen will, soll er Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Donnerstag erklären.

Foto: ICE der Deutschen Bahn in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

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