BASF-Betriebsrat hält Energiepreise für „Riesenherausforderung“

Die Betriebsratsvorsitzende der BASF, Sinischa Horvat, hat davor gewarnt, dass es zu einem Kampf um Investitionen innerhalb des Unternehmens kommen könnte, wenn sich die Geschäfte nicht verbessern. In einem Gespräch mit dem Mannheimer Morgen erklärte Horvat, dass die hohen Energiepreise in Europa weiterhin eine große Herausforderung für das Unternehmen darstellen. Er fügte hinzu, dass er nicht damit rechne, dass diese Preise in absehbarer Zeit sinken werden und dass das Stammwerk in Ludwigshafen zu einem Zentrum für eine nachhaltige, kohlenstoffneutrale Produktion umgebaut werden müsse. Um dies zu erreichen, forderte er die Entwicklung neuer nachhaltiger Produkte und die Abkehr des Unternehmens von fossilen Brennstoffen.

Horvat betonte, wie wichtig es ist, die richtigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Unternehmens zu schaffen und forderte die Regierung auf, die notwendige Unterstützung zu leisten. Er äußerte sich auch besorgt über den bevorstehenden Ruhestand von BASF-Chef Martin Brudermüller im Jahr 2024. Horvat ist der Meinung, dass der neue CEO die Fähigkeit haben muss, die Mitarbeiter zu inspirieren und zu engagieren, und dass er mit der Unternehmenskultur vertraut sein muss. Er gab zu bedenken, dass die Belegschaft des Unternehmens unter den verschiedenen Krisen der letzten Jahre gelitten hat und dass der neue CEO in der Lage sein muss, ihr Vertrauen in das Unternehmen wiederherzustellen.

Was die Auswahl von Brudermüllers Nachfolger angeht, erklärte Horvat, dass er für alle Optionen offen sei, außer für jemanden, der von außerhalb des Unternehmens kommt. Er ist der Meinung, dass der neue CEO jemand sein sollte, der die Unternehmenskultur und die Bedürfnisse der Beschäftigten versteht und die Fähigkeit hat, sie zu inspirieren, ihre Ziele zu erreichen. Horvat drückte auch seine Hoffnung aus, dass der neue CEO der Entwicklung nachhaltiger Produkte und der Umwandlung des Werks in Ludwigshafen in ein Zentrum für klimaneutrale Produktion Priorität einräumen wird. Abschließend betonte Horvat, wie wichtig es ist, eine starke, nachhaltige Zukunft für die BASF zu schaffen. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: BASF, über dts Nachrichtenagentur

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