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BMAS: Deutsches KI-Observatorium soll noch 2019 starten

Die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) breitet sich in deutschen Unternehmen unaufhaltsam aus - mit weitreichenden Folgen für Firmen und Beschäftigte. Laut eines Berichtes der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe) soll das "deutsche KI-Oberservatorium" noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen - als eine Art TÜV für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in Unternehmen. Anfang 2020 ist die offizielle Eröffnung durch SPD -Arbeitsminister Hubertus Heil geplant. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Björn Böhning, sagte der "Wir schauen uns an, wo diese Technologie eingesetzt wird und wo das in sensiblen Bereichen geschieht." Wenn es sich um eine durch KI entstandene Playlist bei einem Musik-Streamingdienst handele, so Böhning, dann sei das kein Problem für die Politik. "Wenn aber ein autonom fahrendes Auto entscheidet, wird ein Begrenzungspfahl umgefahren oder die Gruppe von Menschen daneben, dann geht es um eine andere Risikoklasse, für die wir dann auch politische Gestaltung brauchen." Das KI-Observatorium wird zunächst als Einheit im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) angesiedelt. Derzeit werden erste Beschäftigte eingestellt, die Bewerbungsphase läuft noch. Mittelfristig ist geplant, ein eigenes Bundesinstitut für KI mit deutlich mehr Personal einzurichten. Es soll Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz bewerten und politisch steuern helfen. Der Fokus des BMAS liegt auf KI-Anwendungen im Wirtschafts- und Arbeitsleben. Derzeit wird insbesondere die aktuelle Entwicklung im deutschen Einzelhandel und im Finanz- und Bankensektor beobachtet. Klassische Berufe wie Kassiererin und Kassierer haben kaum noch Zukunft - eine Folge der rasanten Digitalisierung, die von weltweit agierenden Verkaufsplattformen wie Amazon befeuert wird. Aber auch im Finanzsektor wird ein KI-Schub erwartet, und zwar in einem Kernbereich der Branche: Das Kredit - und das Aktiengeschäft werden künftig immer stärker durch KI begutachtet und bewertet, was einen spürbaren Einfluss auf die Beschäftigten haben dürfte. Insgesamt erwarten Fachleute des Ministeriums, dass durch den Strukturwandel in den nächsten fünf Jahren 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen, aber auch 2,1 Millionen neue Stellen entstehen werden. Bis 2035 werden demnach sogar rund vier Millionen Arbeitsplätze wegfallen, aber auch etwa 3,3 Millionen neue Jobs hinzukommen. Das allerdings setzt voraus, dass sich viele Beschäftige neue Qualifikationen aneignen. Foto: Rednerpult im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, über dts Nachrichtenagentur  

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