In der Anhörung im Bundestag haben die Chefs der deutschen Nachrichtendienste BND, BfV und MAD vor den zunehmenden Aktivitäten der russischen Geheimdienste gewarnt. Demnach sei Russland spätestens bis 2030 in der Lage, einen Angriff auf den Westen zu starten.
Aufrüstung und Modernisierung der Streitkräfte
Der BND-Präsident erklärte, dass Russland seine Streitkräfte in den letzten Jahren massiv aufgerüstet und modernisiert habe. Neue Waffensysteme, verbesserte Kommunikations- und Aufklärungsfähigkeiten sowie erhöhte Einsatzbereitschaft würden Moskau in die Lage versetzen, auch größere militärische Operationen gegen den Westen durchführen zu können.
Hybride Kriegsführung als Bedrohung
Neben der konventionellen militärischen Bedrohung warnten die Geheimdienstchefs auch vor der Gefahr hybrider Kriegsführung. Russland setze verstärkt auf Desinformation, Cyberangriffe und verdeckte Operationen, um den Westen zu destabilisieren. Diese Bedrohungen seien schwer abzuwehren und stellten eine erhebliche Herausforderung für die Sicherheitsbehörden dar.
Appell zu erhöhter Wachsamkeit
Angesichts dieser Entwicklungen appellierten die Nachrichtendienstchefs an die Abgeordneten, die Bevölkerung und die Wirtschaft, wachsam zu bleiben und mögliche Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Nur so könne man sich effektiv gegen die russischen Aktivitäten schützen.
