Bochum startet kostenloses WLAN-Netz

In der ersten Projektphase wurden die Huestraße, Kortumstraße (zwischen Südring und Bongardstraße) sowie der Husemannplatz, der Dr.-Ruer-Platz und teilweise der Kurt-Schumacher-Platz mit freiem WLAN versorgt. Zudem gibt es im Tierpark Bochum und im Café Piccolo der Musikschule Bochum das kostenlose WLAN-Netz der Bochum Marketing GmbH.
In der Bochumer Innenstadt wurde eine Fläche von rund 6.500 Quadratmetern mit  WLAN versorgt, das entspricht der Größe eines Fußballplatzes. „Wir wollen zügig weitere Plätze und Straßen erschließen“, so Bochum Marketing-Geschäftsführer Mario Schiefelbein. „Unser Ziel ist, ein leistungsfähiges und sicheres WLAN-Netz an stark frequentierten Orten und Plätzen in Bochum aufzubauen.“ Gespräche werden derzeit unter anderem in den Stadtteilzentren, aber auch im Bermuda3Eck und mit Verantwortlichen der Werbegemeinschaften geführt.
Die Nutzung ist ganz einfach: Nach Anmeldung in dem WLAN-Netz „Bochum Marketing“ gelangen die Nutzer auf eine vorgeschaltete Seite mit Werbebotschaften, Nachrichten und Terminen aus Bochum. Eine Registrierung ist nicht nötig. Das Angebot ist ein kostenloser Service der Bochum Marketing GmbH. Betreiber ist die SIB systeme GmbH aus Solingen.
Pilotprojekt für beide Partner war der Bochumer Weihnachtsmarkt 2014. 34 Markttage lang konnten Besucher auf dem Dr.-Ruer-Platz seinerzeit das kostenlose WLAN-Angebot nutzen. Nach dem erfolgreichen Test wurde eine weitere Zusammenarbeit vereinbart: „Bochum ist aufgrund der Lage und Größe für uns ein besonderer Referenzstandort. Wir freuen uns, dass die Umsetzung so zügig erfolgte“, so Sven Richartz, Geschäftsführer der SIB systeme GmbH.

Bochum-WLAN ist mehr als Internet

Das WLAN wird zu einer Kommunikations- und Marketingplattform ausgebaut. Es werden Nachrichten und Termine aus der Stadtverwaltung und von Bochum Marketing auf einer zentralen Angebotsseite kommuniziert. Diese Seite enthält zudem Spezial- und Rabattangebote aus dem Bochumer Einzelhandel und soll die WLAN-Nutzer in die Geschäfte bringen. „Wir verbinden die Onlinemedien mit dem stationären Handel und schaffen so nachhaltige Mehrwerte“, ergänzt Mario Schiefelbein. Bochum Marketing möchte alle Händler und Anrainer unterstützen. Für die Platzierung von Angeboten muss sich der Einzelhändler aber nicht in der WLAN-Zone befinden.

Auf dem Weg zur Online-City

Bochum Marketing denkt das WLAN-Netz als Marketingplattform. Auch der kleine Händler kann somit im Onlinebereich mitmachen. Das Netz ermöglicht zahlreiche Mehrwertdienste, die ein einzelner Händler kaum leisten könnte. Zum Beispiel ist zukünftig ein klassischer Onlineshop denkbar. „Freies WLAN gibt es natürlich auch, aber das Netz ist nur der Einstieg zu einer stationären Online-City“, berichtet Projektkoordinator Christian Gerlig von Bochum Marketing. „Wir haben eine sehr gute technische Infrastruktur aufgebaut und in ein intelligentes System investiert. Das Bochum-WLAN verfügt über genügend Kapazitäten und Bandbreite, damit viele Menschen den Dienst gleichzeitig und mit gleichbleibend hoher Geschwindigkeit nutzen können“, ergänzt Gerlig.
Voraussetzung für einen weiteren Ausbau des WLAN-Netzes ist jedoch, dass sich weitere Partner finden und das Projekt finanziell unterstützen. Das Vorhaben soll sich durch Sponsoren bzw. Werbepartner refinanzieren. Das WLAN-Netz ersetzt dabei aber nicht den eigenen Anschluss zu Hause. „Unser WLAN-System mit dem Dienst your-spot.de ermöglicht einen modularen und sukzessiven Ausbau des Netzes. So kann das Bochum-WLAN kontinuierlich wachsen und es bedarf keiner unabhängigen Insellösungen mehr“, ergänzt Richartz.

Freifunk

Bochum Marketing arbeitet mit dem Freifunk zusammen, dessen WLAN zumeist an weniger stark frequentierten Orten und in Wohngegenden Anwendung findet. Wer als Bürger freie Kapazitäten über den eigenen Router zur Verfügung stellen möchte, meldet sich bei den Freifunkern. Informationen dazu gibt es unter www.freifunk-bochum.de. Bochum Marketing konzentriert sich auf große, stark frequentierte Flächen. „Das WLAN von Bochum Marketing und der Freifunker laufen eigenständig. Sie können sich nicht verbinden, aber so ergänzen sich beide Netze sinnvoll und können nebeneinander bestehen“, so Schiefelbein.

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