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Bundesbankchef signalisiert Bereitschaft für EZB-Präsidentschaft

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat Bereitschaft erkennen lassen, im nächsten Jahr den Italiener Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beerben. "Ich denke, jedes Mitglied im EZB-Rat sollte den Gestaltungswillen mitbringen, auch in einer anderen Rolle an der Geldpolitik mitzuwirken", sagte Weidmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) und der französischen Zeitung Ouest-France auf die Frage, ob er für das Amt bereitstehe. Weidmann ist qua Amt Mitglied im EZB-Rat und gilt als Kritiker der lockeren Geldpolitik von Draghi.

Weidmann bedauerte, dass die Nachfolge-Diskussion so früh begonnen habe. "Es geht jetzt nicht mehr darum, auf die Krise zu reagieren, sondern die Geldpolitik wieder zurück in vertrauteres Terrain zu führen und die geldpolitische Strategie für die Zukunft abzustecken", sagte er zu den Aufgaben eines neuen EZB-Präsidenten. Auf die Frage, ob er sich auch für die Probleme der südlichen Euro-Länder stark mache, betonte er: "Unser Mandat heißt: Preisstabilität für den Euroraum als Ganzes. Die Aufgabe des EZB-Rats ist somit nicht, Politik für einzelne Länder zu machen. Das ist auch keine Marotte von mir, das Mandat des Eurosystems ist in den europäischen Verträgen so definiert."

Foto: EZB, über dts Nachrichtenagentur

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