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Business-Traveller: Nicht ohne mein Handy

61% der Firmenchefs rechnen laut einer Umfrage des Dienstleisters Airplus damit, dass die Zahl der Geschäftsreisen steigen wird. Nur von 3% wird ein Rückgang prognostiziert und ein Drittel erwartet in 2020 keine Veränderungen zum Vorjahr. Mit dabei ist stets das Smartphone, bei dem es sich um eines der wichtigsten technischen Geräte für unterwegs handelt. Das ergab eine Umfrage von Geschäftsreiseanbieter CWT. Dabei zeigen sich die Business-Traveller äußerst technik-affin.

Die Zahl der Geschäftsreisen steigt weiter


Rund 400 Vorstände und Geschäftsführer aus Deutschland, China, Italien, Frankreich und den USA befragte Airplus (Anbieter für Managementlösungen von Geschäftsreisen). Den wichtigsten Grund für die angenommene weitere Zunahme sehen die Unternehmenslenker in dem allgemeinen Umsatzwachstum oder der Geschäftsausweitung. 94% derjenigen, die eine Zunahme der Geschäftsreisen erwarten, gaben diese Faktoren als Gründe an. Die steigende Bedeutung des persönlichen Austauschs mit den Kunden sehen 83% an und ebenso viele erwarten eine Expansion ins Ausland.

Der wichtigste technische Begleiter ist laut der Studie von CWT das Smartphone, gefolgt von den Laptops (52%) und Akkuladegeräten (41%). Dabei werden Letztere von den Geschäftsreisen als immer wichtiger bewertet. Während im Jahr 2017 nur 23% der weltweit Reisenden ein Ladegerät mitzunehmen, ist diese Zahl um 18% gestiegen. Dagegen ist die Bedeutung der Tablets von 37% (2017) auf 32% (2019) gefallen. Für die Reisenden es kein Luxus mehr, unterwegs in Verbindung zu bleiben, sondern eine Notwendigkeit. Daher ist die Anzahl der Geräte weniger von Bedeutung, als die Frage, wie es sichergestellt werden kann, dass die Reisenden, während ihrer Reise stets erreichbar und produktiv sein können.

Flughäfen und Bahnhöfe bieten oft einen besonderen Service


Eben dieser Frage haben sich bspw. Flughäfen und Bahnhöfe angenommen. Denn wenn sich der Ladestand des Smartphones dem Ende zuneigt, doch am Flughafen oder am Bahnhof noch einige Zeit vergeht, bevor die Reise weitergeht, dann ist oft guter Rat teuer. Vor allem dann, wenn das eigene Ladegerät ebenfalls am Ende ist. In diesem Fall ist die mobile Handy-Ladestation von Akkumat praktisch für viele. An dieser können die Reisenden ihr Endgerät während der Wartezeit aufladen und verlieren so keine Zeit an den Steckdosen - eben das kommt bei den Reisenden gut an.

So gibt es bspw. am Flughafen Frankfurt neben den Ladestationen, auch rund 800 Steckdosen sowie weitere Lademöglichkeiten in den Terminals. Der Flughafen München ermöglicht es den Reisenden, kostenlos im Internet zu surfen, und damit genügend Akku-Laufzeit vorhanden ist, gibt es rund 1.500 Steckdosen sowie USB-Anschlüsse. Ebenfalls gibt es für die Passagiere, die einen anderen Stecker aus ihrem Heimatland nutzen stehen ebenso viele USB-Anschlüsse bereit.

Auch an den großen europäischen Drehkreuzen, wie bspw. London Heathrow, sollte ein schwacher Akku kein Problem darstellen. Denn dort gibt es so viele Steckdosen, dass auf jeweils zwei Personen eine Steckdose kommen. Insgesamt gibt es dort 3.000 Stromanschlüsse britischer und europäischer Norm.

Online Check-in, Google-Dienste & Co.


Neben diesem besonderen Service zeigen sich die Business Traveller im Bereich der Geschäftsreisen auch anderen technischen Innovationen sehr aufgeschlossen. 71% der Geschäftsreisenden begrüßen die Neuerungen in diesem Bereich. Dabei stehen vor allem die Reisenden aus Nord- und Südamerika sowie dem asiatisch-pazifischen Raum den Innovationen sehr positiv gegenüber (75% bzw. 71%). Die Europäer sind hingegen skeptischer, was Veränderungen angeht. So stehen 7% nach eigener Angabe den Veränderungen eher zurückhaltend gegenüber im Gegensatz zu nur 5% der Reisenden aus dem asiatisch-pazifischen Raum und 3% aus Nord- und Südamerika.

Die Umfrageteilnehmer kürten zu den beliebtesten technischen Innovationen in der Vergangenheit den online Check-in mit 18%. Wobei die Nutzung des online Check-in mit 45% ungleich höher ist. Ebenfalls sind die Google-Dienste (16%), Online-Buchungstools (14%) und mobile Reise-Apps (12%) bei den Geschäftsreisenden beliebt.

Die neue EU-Norm für Ladegeräte


Interessant ist, dass knapp 600 Millionen Ladegeräte für Handys nebst Kabel in der EU zirkulieren und ihr Dasein in den Aktenkoffern, Schreibtischen und Schubladen fristen. Denn mit jedem neuen Handy gibt es eine neue Lade-Garnitur dazu, obwohl in vielen Fällen das Handy mit dem alten Ladegerät aufgeladen werden kann.

Ein Rückblick: 2009 gab es noch eine unvorstellbare Vielfalt von Ladegeräten auf dem europäischen Markt rund 30 Varianten. Wer da auf Dienstreise war und sein Ladegerät vergessen hatte, der konnte nicht schnell Abhilfe schaffen. Doch mittlerweile hat sich der Markt bereinigt und es gibt nur noch drei Standards bei den Smartphones: „Lightning“ bei Apple, den USB-C Stecker sowie den Mikro-USB Stecker. Nun will die EU-Kommission auch dieses Wirrwarr beenden, aber will keinen einheitlichen technischen Standard vorschreiben, obwohl dieser im Europa-Parlament prominent vertreten wird. Vielmehr soll der Verkauf der Ladegeräte vom Verkauf der Handys, Tablets und anderen mobilen Endgeräte abgekoppelt werden. Damit würde der Elektroschrott reduziert werden, da es kein kostenloses Ladegerät mehr gäbe. Vielmehr würde nur dann ein Ladegerät gekauft, wenn das alte verloren geht oder aus anderen technischen Gründen ein anderer Stecker notwendig ist.

Bisher wird davon ausgegangen, dass 2020 in der EU 159 Millionen Smartphones verkauft werden und das wären 3% mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: In den Jahren 2015, 2016 und 2017 wurden mehr als 160 Millionen in der EU verkauft. Damit ist der Absatz leicht rückläufig.
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