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CBD Kosmetik – ist Cannabidiol für die Haut hilfreich?

Mittlerweile gibt es nicht nur CBD Öl, CBD Kapseln und CBD in anderen Nahrungsergänzungsmitteln, sondern auch in Produkten für die Haut- und Haarpflege.

Es ist nicht verwunderlich, dass viel für die Haut getan wird, denn schließlich ist sie eines der größten Attraktivitätsmerkmale. Aus diesem Grund investieren heute nicht nur die Frauen in wirksame Hautpflegeprodukte, sondern ebenfalls die Männer. Ein neuer Trend der sich entwickelt sind die Pflegeprodukte, die bspw. CBD Öl enthalten. Doch ist die CBD Kosmetik nur eine Marketing-Spielerei?

Ganz und gar nicht, denn die medizinischen Studien lassen hoffen, dass Biokosmetik mit Cannabidiol bei Hautproblemen hilfreich sein kann.

Der Umsatz in der Kosmetikindustrie wächst

Nach einem Umsatzplus in 2019 erwarten die deutschen Kosmetikhersteller ein weiteres Wachstum. Der Vorsitzende des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW), Georg Held, erklärte, dass man auch in 2020 mit einer positiven Geschäftsentwicklung rechne. Der Verband rechnet damit, dass bis zum Ende des Jahres rund 18,9 Milliarden Euros für Shampoos, Cremes und Deos ausgegeben werden und ebenso für Waschmittel und Reiniger. Das würde einen Zuwachs von 1,5% im Vergleich zu 2019 darstellen. Dies betrifft allerdings nur die „normalen“ Produkte.

Aber auch die Beauty-Produkte mit Cannabidiol liegen immer mehr im Trend und das so stark, dass diese sogar von den Wall Street Analysten in einer eigenen Kategorie behandelt werden. Große Kosmetik-Giganten wie Sephora, Barneys und Neiman Marcus befassen sich bereits mit den CBD-Produkten. So plant bspw. Barneys, in sein Sortiment luxuriöses Cannabis-Zubehör aufzunehmen einschließlich einer Reihe von Schönheitsprodukten. Das Interesse der Einzelhändler steigt, vor allem je mehr Cannabis von seinem schlechten Ruf wegkommt. Selbst die Google-Analysen zeigen, dass es bei der breiten Masse ein großes Interesse gibt.

Die Schönheitsprodukte, die CBD enthalten, werden als eine Unterkategorie der Naturkosmetik betrachtet.

Welche Kosmetikprodukte enthalten CBD?

Heutzutage wird ein breites Spektrum an Körperpflegeprodukten angeboten, dass mit CBD versetzt ist. Das beginnt beim Shampoo, zieht sich über Lippenbalsam und geht weiter bis zu Cremes und Salben. Vor allem Letztere sind besonders vorteilhaft, da diese nicht aus- oder abgewaschen werden wie bspw. Seife oder Shampoo. Somit ist es den wertvollen Inhaltsstoffen möglich, in die Haut einzuziehen.

Natürlich enthält die Kosmetik mit CBD auch Inhaltsstoffe, die dem jeweiligen Produkt nicht nur seine Konsistenz verleiht, sondern ebenfalls seinen Duft. Wichtig ist, nur darauf zu achten, dass hier natürliche Fette wie Mango, – Kakao- oder Sheabutter zum Einsatz kommen. Denn diese spenden der Haut Feuchtigkeit und wirken rückfettend. In Hinsicht auf die Duftstoffe setzen die Hersteller bei den hochwertigen Produkten natürliche ätherische Öle ein. Diese liefern ihrerseits wertvolle Terpene. Ein Qualitätsprodukt ist daran zu erkennen, dass ein CBD Vollspektrum Extrakt die Basis bildet und weder künstliche Konservierungs- noch Duftstoffe verarbeitet werden. Bei Vitamin E dagegen handelt es sich um einen natürlichen Konservierungsstoff der bei Biokosmetik mit Cannabidiol zum Einsatz kommt. Dieser schützt die Produkte sowie die Haut vor Schäden durch Oxidation.

Der Unterschied zwischen Bio- und Naturkosmetik mit CBD

Keiner der beiden Begriffe „Naturkosmetik“ bzw. „Biokosmetik“ ist rechtlich geschützt und eben das hat für die Verbraucher irreführende Deklarierungen zur Folge. Jeder der sich über Naturkosmetik informieren möchte, der findet sich in einem Dschungel von verschiedenen Betitelungen wider.

Für Naturkosmetik gilt, dass diese grundsätzlich unter Schonung der Umweltressourcen produziert wird. Das umfasst neben der Rohstofferzeugung, den gesamten Herstellungsprozess sowie der Verpackung und letztendlich den Abbau des Produktes. Es wurden für die genauere Definition und weiteren Kriterien verschiedene Qualitätssiegel entworfen. Doch eines kann festgehalten werden: Biokosmetik ist die höchste Qualitätsstufe der Naturkosmetik.

Um sich zwischen den vielen Bäumen im Wald seinen Weg zu bahnen, gibt es die verschiedensten Qualitätssiegel. Die Hersteller, die Wert auf Transparenz legen und Wert auf Transparenz legen, in dem sie sich einer freiwilligen Selbstkontrolle unterziehen, drucken die Siegel deutlich sichtbar auf die Produkt-Verpackungen. So kann der Käufer direkt die relevanten Eigenschaften des Kosmetikums auf den ersten Blick erkennen. Von einem solchen Produkt werden insbesondere folgende Merkmale berücksichtigt:

  • Gehalt der pflanzlichen, Tierischen und mineralischen Rohstoffe
  • Gehalt und Eigenschaften der sonstigen Substanzen wie bspw. synthetische Chemikalien
  • Gehalt ökologisch angebauter Inhaltsstoffe (Bioqualität)
  • Herstellungsverfahren
  • Art der Konservierung
  • Durchführung von Tierversuchen

Wie wirkt CBD auf die Haut?

In erster Linie kann CBD Kosmetika den Menschen helfen, die unter entzündlichen Erscheinungen der Haut leide, da es antientzündlich und immunregulierend wirkt. Vor allem sehen die Forscher hier eine Möglichkeit für die Therapie von Akne. Denn CBD hemmt nachweislich durch die Aktivierung des Vanilloid-Rezeptors Typ 4 die Aktivität der talgbildenden Zellen in den Talgdrüsen, der sogenannten Sebozyten. Zudem wirkt sich CBD ebenso hemmend auf Zellen der Oberhaut aus, die für die Bildung der Hornschicht zuständig ist. Dieses könnte besonders den Menschen, die unter Schuppenflechte leiden, helfen, deren Beschwerden sich durch eine übermäßige Aktivität der hornbildenden Keratninozyten entstehen.

Letztendlich profitieren ebenfalls Patienten mit schweren Hautkrankheiten von CBD. Es gibt bereits Fallberichte von Betroffenen, die an der seltenen Hautkrankheit epidermolysis bullosa leiden. Diese Berichte zeigen auf, dass die Symptome durch die Therapie mit Cannabidiol deutlich zurückgingen. So nahmen Jucken, Wund- und Narbenbildung, Blasen und die Einschränkung der Beweglichkeit so weit ab, dass es einigen Patienten sogar möglich war, auf Opioide Schmerzmittel zu verzichten.

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