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Chinesische Entwicklungsbank AIIB will Geschäfte in Europa ausbauen

Die wegen ihrer Nähe zur chinesischen Regierung umstrittene Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) will ihre Geschäfte in Europa ausbauen. "Mehrere europäische Länder stehen vor großen Herausforderungen", sagte AIIB-Präsident Jin Liqun dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Ich hoffe, dass wir künftig einige von ihnen unterstützen können." Ihm zufolge seien südeuropäische Länder wie Griechenland und Portugal ins Gespräch gebracht worden. Die 2016 gegründete AIIB soll nach dem Willen der Regierungen in Rom und Peking auch chinesische Seidenstraßenprojekte in Italien finanzieren. Die im März getroffene Vereinbarung ist umstritten. Kritiker werfen China vor, sich Einfluss in Europa zu kaufen. China ist der größte Anteilseigner der AIIB, an der auch Deutschland beteiligt ist. Jin wies die Kritik zurück: "Italien ist nicht das einzige Land in Europa, das mit China zusammenarbeiten möchte." Die AIIB wird am 12. und 13. Juli in Luxemburg zum ersten Mal ihr Jahrestreffen in Europa abhalten. Die AIIB habe von Anfang an viel Unterstützung aus Europa bekommen, sagte Jin. Länder wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien spielten als Gründungsmitglieder eine wichtige Rolle. "Dass unser Jahrestreffen jetzt erstmals in Europa stattfindet, ist für uns deshalb sehr wichtig. Es macht es uns leichter, europäische Regierungen, Investoren und Unternehmen zu erreichen", sagte Jin. "Wir werden die Gelegenheit nutzen, um besser darzulegen, wie wichtig eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Europa und Asien ist." Foto: Chinesische Flagge, über dts Nachrichtenagentur  

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