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Commerzbank zahlt verbleibende Staatsschulden zurück

Berlin – Im Juni 2011 hatte die Commerzbank einen Großteil der Staatshilfen zurückgezahlt, da die Bank zuvor mit 16,2 Milliarden Euro aus Steuergeldern unterstützt werden musste. Bisher waren von diesen 16,2 Milliarden Euro 14,3 Milliarden Euro zurückgezahlt worden und die verbliebenen 1,9 Milliarden Euro blieben bestehen. Noch im Dezember 2012 wurde angekündigt, dass diese verbleibende Restsumme nicht zurückgezahlt werden soll. Allerdings sieht das im März 2013 wieder anders aus, denn mithilfe einer Kapitalerhöhung soll die verbleibende Schuld zurückgezahlt werden.

Zurückgezahlt werden soll in Form einer stillen Einlage an die Allianz und an den Bankenrettungsfonds Soffin. Im Zuge dieser Bekanntmachung verlor die Aktie der Commerzbank schlagartig an Wert, doch die Staatsschulden sollten zumindest vollständig zurückgezahlt werden. Insgesamt waren im Jahr 2013 doch noch knapp 2,4 Milliarden Euro von der teilverstaatlichten Bank zu bezahlen. Von diesem Betrag entfielen rund 750 Millionen Euro auf die Allianz und die deutlich größere Summe von 1,63 Milliarden Euro auf den Bankenrettungsfonds. Die Commerzbank ist die zweitgrößte Bank in Deutschland und hatte erhebliche Probleme in Folge der Wirtschaftskrise im Jahr 2009, woraufhin ein Eingreifen des Bundes notwendig wurde.

Aktienanteil von Soffin sinkt auf unter 25 Prozent

Durch die vormalige stille Einlage erhielt der Bund jedes Jahr eine Gewinnbeteiligung von rund 170 Millionen Euro, damals war allerdings noch nicht sicher, ob die Commerzbank nach der Wirtschaftskrise überhaupt noch Gewinne erzielen würde.

Dies ist wieder der Fall und durch die Kapitalerhöhung und den damit verbundenen Wegfall der stillen Einlagen sinken die Aktienanteile von dem Bankenrettungsfonds Soffin auf unter 25 Prozent. Die Kapitalerhöhung wurde von der Deutschen Bank, HSBC und Citi beschlossen, außerdem sollte die Aktienanzahl sinken und der Wert der einzelnen Papiere wäre durch diese Herabsetzung der Anzahl noch gestiegen. Allerdings stießen diese Mitteilungen nicht auf freudige Erwiderungen bei den einzelnen Aktionären.

Anleger trennten sich reihenweise von den Commerzbank-Aktien

Den Ausstieg des Staates aus der Commerzbank bewerten Experten durchaus positiv und es wurde auch gesagt, dass es sich um eine gute Entwicklung handle. Allerdings trennten sich zahlreiche Anleger allein aufgrund der Ankündigung von zahlreichen Aktien der Bank, da eine Kapitalerhöhung zunächst immer erst negativ klingt – vor allem wenn es sich wie in diesem Fall nicht um eine kleine Kapitalerhöhung handelt, sondern um eine größere Summe.

Am Tag der Ankündigung gehörte die Commerzbank daher beim Aktienkurs zu den Verlierern des Tages. Doch bei der Finanzkrise stürzte die vorher sehr starke Aktie beim Wert ohnehin sehr stark ab.

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