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CSU fordert „Porno-Schranke“ im Internet

Berlin – Die CSU fordert ein Ende der frei verfügbaren Porno-Bilder und Sex-Videos im Internet: Der CSU-Politiker Norbert Geis fordert in der „Bild-Zeitung“ (Dienstagausgabe), den Zugang zu Online-Pornografie in Deutschland stark einzuschränken und eine „Porno-Schranke“ im Internet zu etablieren, die man nur auf schriftlichen Antrag umgehen kann. „Kinder und Jugendliche müssen vor der Pornografie im Internet besser geschützt werden. Dafür brauchen wir jetzt dringend spezielle Filter und verbindliche Altersbeschränkungen, so dass man sich für die Nutzung von pornografischen Inhalten im Netz persönlich anmelden muss“, sagte Geis der Zeitung.

Das Thema der „Porno-Schranke“ kam durch eine Initiative des britischen Premierministers David Cameron auf die politische Tagesordnung. Cameron will den Zugang zu Internet-Pornos in Großbritannien erschweren. Ab Ende 2014 soll Online-Pornografie im Vereinigten Königreich bei jedem Internet-Anschluss automatisch blockiert werden. Will ein Nutzer trotzdem Sex-Videos im Internet anschauen, muss er einen schriftlichen Antrag stellen. Jugendschutzexperten warnen seit langem vor den fatalen Folgen des wachsenden Pornokonsums bei Kindern und Jugendlichen.

Foto: Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur

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3 Kommentare

  1. wovor muss den dort geschützt werden?! gibt es studien zur nachweislich negativen auswirkung von pornografie? woher nimmt man sich das recht, zu entscheiden, was wer wann wie wo sehen darf? das ist zensur. es gibt bereits genügend andere mittel, kindern den zugriff auf pornos zu erschweren, wenn eltern diese nicht wahrnehmen ist das ihre persönliche entscheidung.

    in england hat sich gezeigt, das wenige jahre nach einführung eines solchen filters, dieser ausgebaut wurde um auch nicht-pornografische inhalte zu filtern.

    auch immerzu den „schutz der kinder“ vorzuschieben ist politisches geschwätz.

    es ist nichts falsches an der menschlichen sexualität und deren darstellung. die meisten jugendlichen haben sehr früh interesse daran. es ist teil der realität (auch wenn die filme selber nicht-real sind)niemand hat das recht jemand anderem den zugang zur realität zu verwehren.

    wenn soetwas eingeführt wirtd, dann müsste alles und einfach ALLES verboten werden. musikvideos etc pp. das ist auch ein angriff auf künstlerische freiheiten und auf das recht der veröffentlichung.

  2. Es geht der CSU hier nicht um den Schutz vor Pornographie, sondern um den weiteren Abbau von Bürger- und Freiheitsrechten.
    Die Diskussion ist analog zur Zensursula-Debatte über den Schutz vor Kinderpornographie.
    Ein einfacher Schutz ist problemlos zu umgehen für Leute, die es haben wollen. Und man kann niemals ALLE Seiten im Internet sperren. Zumal die meisten Inhalte nicht auf deutschen Servern liegen und somit wettbewerbsrechtlich auch nicht gesperrt werden dürften. Deutsche Inhalte haben in der Regel aber bereits einen Altersschutz.

    Dem gegenüber hat man aber mit Einrichtung der Infrastruktur eine Möglichkei, beliebige unliebsame Inhalte zu sperren, sei es kritische Berichterstattung oder andere politische Parteien. Und genau das ist der Plan.

    Daher: Liebe CSU, kümmert euch bitte lieber um die exorbitanten Maßbier-Preise auf der Wiesn und halteet euch raus aus dem Neuland, in dem ihr euch nicht auskennt!

  3. Na endlich bringt mal ein Politiker die richtige Planung an den Start. Internet und seine frei verfügbaren Inhalte müssen endlich ausgebremst werden. Wenn ich mir die Deutschen so ansehe, wollen Sie alles (vor allem digitale Medien) umsonst haben. „Geiz ist Geil“ heißt das Motto seit Jahren und bringt immer mehr Unternehmen in die Insolvenz. Hier kann keine Reden mehr sein von „Zensur“. Irgendwann muss die freie Verfügbarkeit begrenzt werden. Denn seien wir mal ehrlich: Hier geht es nicht um die Beschneidung der Persöhnlichkeitsrechte sondern hier macht sich ein „Papi“ (Politiker) auf den Weg seinen „Kindern“ (den Deutschen) die Spielsachen (Pornos und Filme) wegzunehmen – kein Wunder das die „kleinen“ dann anfangen zu schreien. Hier geht es um den Schutz unserer Kinder. Eltern können diesen Schutz nicht übernehmen weil unsere hochbegabte Nachkommenschaft flächendeckend über Computer, Smartphones, I-Pads und diverse andere Internetfähige End-Geräte verfügt um sich überall (in der Schule, beim Sport, bei Freunden, im Bus, am Strand … ) Inhalte ansehen können die jugendgefährdend sind. (Dafür sollen die Eltern verantwortlich sein? Viel Spaß bei der Vollzeit-Observierung der Kids …) Mit der Pornoschranke sollten ebenfalls die illegalen Spielfilm-Angebote eingeschränkt werden. Dort schlummern nämlich noch weitere jugendgefährdende Inhalte. Ich möchte mal diejenigen Eltern sehen, die sich soooo sehr über eine Poroschranke aufregen, wenn sie Ihre „Lieben“ dabei beobachten wie sie das im Internet gesehene mit der Schwester oder den Nachbarskindern ausprobieren… bitte mal nachdenken: Nicht jede Schranke verhindert den Zugang – Schranken können auch schützen!

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