Bern – In der Schweiz hat die Wintersaison für die Bergbahnen gut angefangen. Obwohl der Wintereinbruch sehr spät erfolgte und Kunstschnee eingesetzt werden musste, konnten die Bergbahnen gegenüber dem Vorjahr mehr Gäste befördern und erzielten dadurch höhere Einnahmen. Insgesamt haben die Bergbahnen jetzt seit dem Beginn der Wintersaison 4,5 Prozent mehr Gäste befördert als im Vorjahr.
Die Wintersaison hat für die Seilbahnunternehmen in der Schweiz gut angefangen, obwohl der Wintereinbruch erst so spät erfolgte. In vielen Gebieten wurde der Wintersport aber überhaupt erst durch den großzügigen Einsatz von Kunstschnee möglich gemacht, da nur sehr wenig Schnee auf den Pisten lag. Das Umsatzplus bei den Bergbahnen ist für die Seilbahnunternehmer besonders erfreulich, da für die Jahreszeit nur wenig Schnee in den Skigebieten lag. Im November kam es zu einem frühen ersten Schneefall, anschließend folgte aber eine lange Warmwetterperiode mit ungewöhnlich wenig Schnee für die Jahreszeit. Ohne den Einsatz von Kunstschnee wäre das Ergebnis daher nicht so vorteilhaft ausgefallen. Darüber hinaus war es von großer Bedeutung, dass die Bergbahnen an den Feiertagen eingesetzt werden können und die Skigebiete befahrbar waren, da die Bergbahnen während dieser Tage bereits etwa 25 Prozent des Jahresumsatzes erzielen. Für die gesamte Wintersportbranche sind die Feiertage somit von besonderer Bedeutung und ausschlaggebend für ein gutes Ergebnis in der Skisaison.
Kunstschnee-Anlagen erhalten die Branche am Leben
Ohne die Kunstschnee-Anlagen könnte die gesamte Branche nicht nur keine so guten Ergebnisse erzielen, sondern teilweise gar nicht überleben. Das zeigt sich an dieser Saison, in der auf richtigen Schnee nicht gebaut werden konnte. Traditionell fahren aber viele Menschen über die Feiertage zum Wintersport und erwarten Pisten, die genug Schnee zum Skifahren oder Snowboarden enthalten. SBS-Direktor Ueli Stückelberger sagte auch aus, dass sich in den letzten Wochen wieder gezeigt hat, wie wichtig die künstliche Beschneiung mittlerweile für die Branche ist.
Tiefer gelegene Gebiete konnten bislang kein gutes Ergebnis erzielen
Tiefer gelegene Gebiete konnten bisher aber noch kein so gutes Ergebnis erzielen. Zu diesen Gebieten zählen vor allem die Waadtländer und die Freiburger Alpen. Der sehr warme Dezember hat in diesen Regionen keine guten Ergebnisse für den Wintersport eingebracht. In Tessin gab es ein anderes Problem, da dort gerade über die Feiertage besonders viel Schnee fiel. Durch die Schneemassen mussten die Anlagen teilweise geschlossen werden und das erhoffte Geschäft über die Festtage fiel aus diesem Grund sehr viel schlechter aus. Schneekanonen sind auch nur eine Option für große Skigebiete, da kleine Wintersportanlagen sich diese nicht leisten können. Bei zu warmen Temperaturen stellt Kunstschnee ebenfalls keine Option mehr dar, wodurch sich die schlechten Ergebnisse in den niedrig gelegenen Regionen erklären.
