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Datenanalysen: Ist „Big Data“ die Zukunft der Unternehmen?

Big Data: Das Zauberwort, das immer wieder fällt, wenn sich das Thema um die Zukunft der IT-Branche dreht. Aber nicht in diesem Bereich, sondern in allen Branchen der Business Intelligenz machen sich die Verantwortlichen mittlerweile ebenfalls Gedanken um den Sinn und Zweck von Big Data sowie die Herausforderungen, die damit zusammenhängen.

Auch wenn der Hype derzeit sehr groß ist: Bei Big Data handelt es sich nicht um eine kurzlebige Modeerscheinung. Sondern das riesige Datenvolumen, das durch die Hilfe der digitalen Medien generiert wird, wird sich nicht so schnell verringern. Eben durch diesen Fakt gewinnt die Erfassung und die Auswertung der Daten immer mehr an Bedeutung.

Das Nutzen und die Herausforderung von Big Data

Was also bringt und Big Data? Eine Antwort darauf hat die Studie „Big Data Use Cases 2015“ geliefert. Zudem wird von der Studie auch die aktuelle Nutzung von Datenanalysen in Unternehmen beleuchtet, sowie die damit verbundenen Herausforderungen, Kosten und Nutzen.

Das Business Application Research Center befragte für die Studie „Big Data Use Cases 2015“ weltweit mehr als 500 Unternehmen. Dabei stellte sich heraus, dass Big Data immer mehr an Bedeutung gewinnt. Von mehr als 40 % der in der Studie befragten weltweiten Unternehmen – in den USA (Nordamerika) mehr als 50 % – nutzen bereits die Datenanalyse. Das zeigt auf, dass wo von dem Management bereits das Thema Big Data aufgenommen wurde, entsprechende Projekte bereits weit verbreitet sind. Doch auch die IT-Abteilungen der Unternehmen zählen zu den Treibern. Allerdings wird dort, wo der Fokus auf den Kunden liegt – Marketing & Vertrieb – die Datenanalyse am häufigsten eingesetzt.

Die „Industrie 4.0“ verhält sich zurückhaltend

Der Handel ist beim Einsatz der Big Data in den Unternehmensprozessen führend, während die IT-Firmen und der Finanzsektor noch hinterherhinken. Es ist allerdings die Industrie, die stark zurückliegt, denn dort wurde Big Data lediglich von 13 % fest integriert. Immerhin sind bei 70 % der Unternehmen bereits entsprechende Pilotprojekte angelaufen oder zumindest im Gespräch. Damit sollte sich das Trendthema „Industrie 4.0“ n den nächsten Jahren vermehrt mit Leben füllen.

Die Unternehmen haben vor, die Big Data Anwendungen zu nutzen, um so in der Lage zu sein, größere Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen analysieren zu können. Um so dann daraus Vorhersagemodelle abzuleiten und schneller Daten zur Verfügung zu haben, die es ermöglichen, schnellere und qualifiziertere Entscheidungen zu treffen.

Big Data kann im bspw. im Dienstleistungsbereich, im Einzel- und Versandhandel sowie in der Produktion eingesetzt werden. Big Data Analysen ermöglichen es die Geschäftsziele schneller zu erreichen, allerdings nur dann, wenn die notwendigen Kompetenzen vorhanden sind.

Das Bewusstsein für Big Data wächst rapide und die Zahl der deutschen Unternehmen, von denen Big Data als entscheidend für den Geschäftserfolg angesehen wird, hat sich in einem Jahr fast verdoppelt.

Diktiert Big Data zukünftig die strategischen Geschäftsaufgaben?

Auf den ersten Blick lässt es sich nicht gleich vermuten, doch Big Data und die menschliche Erfahrung haben vieles gemeinsam:

Sie ist nicht einfach vorhanden, sondern die Erfahrung muss gesammelt werden

Ist die Erfahrung vorhanden, dann ist es wichtig, sie korrekt einzusetzen, um so Erfolg versprechende Entscheidungen abzuleiten.

Es ist möglich mit der passenden Software eine Vielzahl von Daten zu sammeln und innerhalb kürzester Zeit abzurufen, zu sortieren und auszuwerten. Big Data ist in der   Ära der digitalen Medien unzweifelhaft unverzichtbar, wenn es um breit angelegte Datenanalysen und Statistiken geht. Aber dennoch ist es wichtig, die Ergebnisse der Analysen auch in den jeweiligen Kontext zu stellen – einmal abgesehen von der Entscheidung, welche der Daten relevant sind. Genau hier ist die Grenze von Big Data und der menschlichen Intelligenz zu finden – genau dort, wo die mathematischen Werte durch Geschäftserfahrung und „Intuition“ in die richtige Relation gesetzt werden.

Daher handelt es sich bei Big Data keinesfalls um eine „Zauberformel“ für den geschäftlichen Erfolg und die Datenanalyse wird auch in absehbarer Zeit die menschlichen Entscheidungen nicht vollständig ersetzen können. Vielmehr wird es sich stets um ein Zusammenspiel aus den statistischen und auf Erfahrung beruhenden Informationen handeln, die für den Erfolg notwendig sind.

Aber dennoch kann Big Data einen personellen Wandel zur Folge haben, wenn auch nicht auf der Manager-Ebene: Denn die großen Unternehmen liefern sich unlängst ein Rennen um fähige Data Scientists. Eben den IT-Spezialisten, die nicht nur technische Kenntnisse für die Datenanalyse aufweisen, sondern ihre Kenntnisse auch auf das jeweilige Unternehmen und dessen Eigenschaften anwenden können.

Fazit ist, dass Big Data, sofern richtig ein- und umgesetzt, entscheidende Impulse für strategische Geschäftsentscheidungen liefert und damit einen Wettbewerbsvorteil, auf den das Unternehmen hofft.

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