Start > Karriere - aktuelle Wirtschaftsnachrichten zu Arbeit, Stellen, Bildung > Deutsche Pisa-Koordinatorin fordert besseren Digital-Unterricht

Deutsche Pisa-Koordinatorin fordert besseren Digital-Unterricht

Die Bildungsforscherin Kristina Reiss, die den deutschen Teil der siebten Pisa-Studie koordiniert , mahnt besseren digitalen Unterricht an. "Bildungserfolg hängt in Deutschland von jeher stark vom Elternhaus ab, leider", sagte Reiss dem "Spiegel". "Das ist im digitalen Bereich nicht anders." Man dürfe nicht unterschätzen, wie viel es ausmachen könne, wenn Eltern ihre Kinder förderten. Dass heutzutage fast alle Jugendlichen ein Smartphone besäßen, bringe noch nichts: "Werden die Jugendlichen damit alleingelassen und schauen den ganzen Tag nur Videos, lernen sie nicht, sich kompetent im Netz zu bewegen", so Reiss. "Nur wenn die Eltern Wissen mitbringen und es mit ihren Kindern teilen, profitiert der Nachwuchs." Für alle anderen Kinder sei guter digitaler Unterricht in der Schule umso wichtiger. Dem "Spiegel" äußerte die Professorin außerdem Zweifel an der Wirksamkeit des Digitalpakts, dem mehr als fünf Milliarden Euro schweren Förderprogramm zur technischen Ausstattung von Schulen, das Bund und Länder im März beschlossen hatten. "Die Mittel pro Schule sind begrenzt", sagt Reiss. "Es wird schwierig sein zu entscheiden, wie sie das Geld am besten investieren." Die Mathematikerin ist Dekanin für Lehrerbildung an der Technischen Universität München. Am Dienstag veröffentlicht die OECD die Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie. Foto: Smartphone-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur  

Hier nachlesen ...

UBA-Präsidentin wirft Bundesregierung Mutlosigkeit vor

Die scheidende Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, hat der Bundesregierung Mutlosigkeit vorgeworfen. "Ich stelle im …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.