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Erinnerungsdiamant 660x330 - Diamantbestattung: Ein Diamant als Symbol für Unvergänglichkeit

Diamantbestattung: Ein Diamant als Symbol für Unvergänglichkeit

Erinnerungsdiamant Die Diamanten waren für die alten Griechen die Tränen der Götter; die Römer gingen dem Glauben nach, dass sie Splitter gefallener Sterne sind; und noch heute üben Edelsteine auf den Menschen eine tiefe Faszination aus. Denn sie gelten als eines der schönsten und wertvollsten Geschenke der Natur. Das Wort Diamant stammt aus dem griechischen und wird von den Worten „diaphainein“ (durchscheinen) und adamentos (der Unbezwingliche) abgeleitet. Zudem gibt es noch andere Bezeichnungen, die jedoch zumeist veraltet sind, wie Adamant, Diamas, Iras, Itam und „Mond der Berge“. Die unedlen, undurchsichtigen Diamanten werden als Bort, Carbonado oder Ballas bezeichnet und die winzig kleinen Steine heißen Salzkörner. „Prernier“ sind schlichtweg die edlen Stücke die einen Farbwechsel von Blauweiß nach Gelblich aufweisen. Der erste überlieferte Diamantenfund stammt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Indien und viele Jahrhunderte war der Diamant so rar, dass ihn nur wenige auserwählte Könige besaßen. Besonders im alten Indien wurde geglaubt, dass auf den Besitzer des Steins magische Kräfte übergehen und so ist es nicht verwunderlich, dass zu dieser Zeit für einen 10-Karat-Diamanten von bester Qualität 27,3 kg Gold (!) bezahlt wurden. Zudem war das Tragen von Diamanten auch nur den Männern erlaubt. Erst von Agnès Sorel, der Favoritin Karls VII. im 15. Jahrhundert wurde das Tabu gebrochen. Sie trug als erste Frau einen königlichen Diamanten.

Der Diamant – ein Symbol für die Ewigkeit

Über Jahrmillionen hinweg sind die Diamanten durch Druck und hoher Hitze unter der Erde entstanden und wie die Liebe reift das Starke und schöne über eine lange Zeit im Verborgenen. Doch wenn es dann an die Oberfläche gelangt, ist es für die Ewigkeit gemacht und noch viel länger, ebenso wie die Beziehung von zwei Seelenverwandten, die die Ehe besiegeln. Oftmals werden die Trauringe mit einem echten Diamanten versehen, womit unterstrichen wird, dass die Verbindung keine zeitlichen Grenzen kennt und es wird sich gegenseitig das Versprechen gegeben, für immer an der Seite des anderen zu bleiben – eben, bis das der Tod einen scheidet. Der Tod ist dann der Zeitpunkt, wo von dem geliebten Menschen Abschied genommen werden muss. Das geht mit Schmerz einher der für viele einfach nicht tragbar ist. Die Diamantbestattung stellt eine moderne Form der Trauerbewältigung dar, die dabei hilft, mit dem Tod des geliebten Menschen besser „umgehen“ zu können.

Die künstliche Herstellung von Diamanten

Durch das sogenannte Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren ist es seit den 1950er Jahren möglich, auch künstlich Diamanten herzustellen. Genau diese Entdeckung macht es heute möglich, sogar aus Asche Diamanten machen zu lassen. Mit der Umwandlung in einen wertvollen, strahlenden Diamanten, der beispielsweise als Kettenanhänger getragen wird, entsteht für viele Hinterbliebene ein Gefühl der Verbundenheit und der Wertschätzung über den Tod hinaus. Ganz besonders heute, in dem Zeitalter, wo viele Menschen nicht mehr an die traditionellen Jenseitsvorstellungen der etablierten Religionen glauben oder diesen nachgehen, ist die Diamantbestattung eine ganz persönliche Alternative zur Erd- oder Feuerbestattung. Der Erinnerungsdiamant hat einen ganz besonderen Wert und dieser geht über die bloße Substanz weit hinaus. Ein solcher Stein ist ein bleibendes Erinnerungsstück, welches jedes physische Grab überdauert. Um einen sogenannten Erinnerungsdiamanten herzustellen, wird aus einem Teil der Asche des Verstorbenen, der kremiert wurde, Kohlenstoff gewonnen und gereinigt. Dieser wird im Anschluss in eine Diamantenpresse gelegt, wo er dann je nach der Größe des gewünschten Steins, mehrere Wochen einem hohen Druck und Temperatur ausgesetzt wird. Durch dieses Verfahren beginnt der Diamant zu wachsen. Um einen Diamanten zu fertigen, werden circa 500 Gramm Asche benötigt. Die Restmenge kann durch das Aufbereitungsverfahren gesteuert werden und das ermöglicht es auch, mehrere Steine herzustellen. Die nicht benötigte Asche kann nach Maßgabe der rechtlichen Bedingungen zurückbehalten werden, um sie dann entweder auf dem Friedhof oder einem anderen Ort beizusetzen.

Der Erinnerungsdiamant und das deutsche Gesetz

Die Aufbewahrung von Kremationsasche in Deutschland ist grundsätzlich untersagt und aus diesem Grund ist dieses Verfahren hierzulande auch umstritten. Denn schließlich verbleibt ein kleiner Teil der Asche bewahrt und das ist eben nach dem Bestattungsgesetz unzulässig. Aber die Diamantbestattung und damit der Diamant aus Asche wird in Deutschland geduldet. Allerdings muss die Herstellung des Diamanten im Ausland stattfinden muss. Dabei ist es notwendig, dass eine subjektiv gewonnene Zustimmung des Verstorbenen in einer Bestattungsverfügung festgehalten sein muss. In der benachbarten Schweiz ist die Herstellung der Erinnerungsdiamanten jedoch legitimiert. Das dort ansässige Unternehmen Lonité ist eines der weltweit führenden Unternehmen, das sich auf die Technologie auf die Herstellung von Erinnerungsdiamanten spezialisiert hat.

Lonité – weltweit führend in der Diamanttechnologie

Zu Beginn war es möglich ausschließlich sehr kleine, bernsteinfarbene und blaue Diamanten herzustellen. Doch die Fortschritte der Technik brachten Veränderungen. Heute sind die Erinnerungsdiamanten von Lonité in allen Farben und unterschiedlichen Größen erhältlich. Das Verfahren zur „Züchtung“ des Diamanten ist aufwendig und es dauert Monate, bis ein Stein gewachsen ist. Die Größe des Steins kann dabei zwischen 0,4 und einem Karat variieren. Es ist sogar möglich, am Ende eine Mikroinschrift, in Form von Wörtern oder Sätzen auf dem Diamantengürtel vorzunehmen.

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