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Die Arktis – faszinierender Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen

Das Gespräch fällt im Kontext der Erderwärmung immer wider auf die Polargebiete der Erde, die stark von der immer weiter voranschreitenden Klimaerwärmung betroffen und bedroht sind. Doch die Bezeichnung der beiden Polargebiete sorgt immer wieder für Verwirrung, denn vielen Menschen ist der Unterschied zwischen der Arktis und der Antarktis nicht bekannt.

Die Antarktis – am Südpol der Erde

Mit dem Begriff „Antarktis“ wird eine mit Schnee und Eismassen bedeckte Landmasse bezeichnet sowie das Meer am Südpol der Erde. Dieser „Fleck Erde“ ist kaum besiedelt und die menschlichen Ansiedlungen, die dort zu finden sind, dienen zumeist der Forschung. Der südliche Polarkreis wurde als Grenze der Antarktis festgelegt. Erschlossen wurde das Gebiet im 19. Jahrhundert von Forschern der unterschiedlichsten Nationalitäten – dies legte den Grundstein für eine friedliche Nutzung der Antarktis. Zudem stellt die Antarktis den größten Süßwasserspeicher der Erde dar, denn fast drei viertel des Süßwassers sind dort im Eis gespeichert.

Die Arktis – eine Fläche von mehreren Millionen Quadratkilometern

Im Winter bedeckt das Eis der Arktis rund um den Nordpol einen großen Teil des Nordpolarmeers. In dieser Zeit erstreckt es sich über eine Fläche von mehreren Millionen Quadratkilometern, wobei es sich dabei um eine Eisschicht handelt, die zum großen Teil auf dem Meer schwimmt. Des Weiteren bedeckt das arktische Eis die nördlichen Gebiete von Asien, Nordamerika und Europa. In der Arktis haben sich Menschen, Tiere und Pflanzen an das Leben im „ewigen Eis“ angepasst. Eisbären sowie Rentiere haben sich mit einem dichten Fell und einer entsprechenden Fettschicht gegen die Kälte gewappnet. Die Inuit in Nordamerika und Grönland sowie die Lappen in Nordskandinavien und die Naturvölker im nördlichen Sibirien sind die bekanntesten Einwohner der Arktis. Sie lebten früher als Nomaden und bewegten sich mit Hundeschlitten fort. Heute hat auch sie die Moderne eingeholt und sie nutzen Schneemobile und viele von ihnen leben in Städten, wo auch die eine oder andere Arktis Expedition anlegt. Eisbaer - Die Arktis - faszinierender Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen

Wenn am Rand der Welt die Sonne aufgeht: Menschen in der Arktis

Schon lange kennen sich Mensch und Eisbär, denn die ersten Ureinwohner kamen bereits vor 3000 Jahren in die Arktis : die Inuit. Sie wanderten über die Beringstraße von Asien nach Alaska und ließen sich dort nieder. Unter den unwirtlichen Bedingungen der Arktis konnten sie nur überleben, dass sie eine Jägerkultur waren und nicht auf Viehzucht und Ackerbau angewiesen waren. Neben den Inuit leben noch zahlreiche andere Völker mit den unterschiedlichsten Traditionen und Kulturen jenseits des nördlichen Polarkreises. Dazu zählen auch die Athabasca-Indianer, die ebenso wie die Inuit zu den Ureinwohnern der Arktis zählen. Sie alle leben in einem schwierigen Spagat zwischen den Welten: dem modernen Leben in den Städten und ihrer alten nomadischen Jagdkultur. Die Einwohner von Qaanaaq harren jedes Jahr lange in völliger Finsternis aus und dann Mitte Februar kommt der Moment, auf den sie sich Monate freuen. Sie versammeln sich dann trotz der eisigen Kälte von minus 35 Grad Celsius zur Mittagszeit und lassen die ersten Sonnenstrahlen auf ihre Gesichter scheinen. In alter Tradition stimmen sie ein Lied an und werfen ihre Hüte in die Höhe. Qaanaaq ist eine der nördlichsten Siedlungen der Welt und befindet sich am äußersten Zipfel Grönland, nur knapp südlich des 78. Breitengrads. In der Stadt leben rund 600 Menschen und die meisten von ihnen sind Inuit. Fast vier Monate lang herrscht absolute Dunkelheit: Im Winter herrscht die Polarnacht und die Sonne bleibt 24/7 hinter dem Horizont. Dafür geht sie im Sommer für vier Monate lang nicht unter. Während dieser Zeit scheint sie allerdings nur flach, aber dennoch klettern die Temperaturen in dieser Zeit über den Gefrierpunkt. Zwischen diesen beiden „Jahreszeiten“ liegen die Monate im Dämmerlicht, wo es nicht richtig Tag oder Nacht wird. Kurzum: Die Jahreszeiten sind in der nördlichsten Stadt der Welt nicht mit den unseren vergleichbar. Arktis - Die Arktis - faszinierender Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen

Ein extremer Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Extremkälte im Winter, lange Dunkelphasen und relativ kühle Temperaturen im Sommer – eben diese Kombination macht die Polarregionen zu einem Lebensraum, mit ganz besondere Herausforderungen. Die Pflanzen, die mit dem spärlichen Angebot des Sonnenlichts im Sommer auskommen müssen, steht nur eine sehr kurze Periode für die Vegetation zur Verfügung. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich die Landschaft, die ansonsten eher kahl und karg ist, in ein wunderschönes buntes Blumenmeer, das von mehr als 400 Arten arktischer Blütenpflanzen gebildet wird. Aufgrund dessen, dass in der Arktis ein permanenter Frost herrscht, können in dieser Region nur Pflanzen wachsen, die Staunässe vertragen und keine tiefe Wurzelbildung aufweisen. Denn das Wasser kann in den gefrorenen Boden nicht absinken und dadurch saugt sich der Boden mit Wasser voll. Mit diesen Bedingungen kommen die niedrig wachsenden Sträucher, Kräuter, Flechten, Moose und Flechten klar und liefern den Moschusochsen und Rentieren die Hauptnahrungsgrundlage. Die Eisbären halten sich dagegen im Winter hauptsächlich auf dem Packeis auf, um dort auf Robbenjagd zu gehen. Sie haben aufgrund ihrer beachtliche Speckschicht und dem dicken Pelz kein Problem damit lange in der Kälte auszuharren und das ohne zu frieren.

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