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Stellenbewerbung per App – nur eine Spielerei?

Der Apple App Store stellt mehr als 2 Mio. Apps zum Download bereit und seit der Eröffnung wurden insgesamt 85 Mrd. Downloads vorgenommen. Das Betriebssystem Android hat beim weltweiten Vertrieb einen immensen Vorsprung und Google Play hat Apple mit mittlerweile 2.3 Mio. Apps überholt. Der App-Markt beschäftigt nach Schätzungen der Europäischen Union bereits 1 ,8 Mio. Menschen und trägt mit 17,5 Mrd. Euro zur Wirtschaft in der Eurozone bei. In dem Bericht wird nahegelegt, dass diese Zahlen bis zum Jahr 2018 4,8 Mio. respektive 63 Mrd. Euro erreichen werden. Eine Studie der Universität Bonn zeigt auf, dass wir drei Stunden pro Tag am Smartphone verbringen. Im Schnitt haben wir alle sieben Minuten beispielsweise unser iPhone oder Samsung in der Hand. Dabei wird das Smartphone oder auch Tablet nicht nur für die Freizeitbeschäftigung genutzt, sondern es kommen bei der Jobsuche und bei Bewerbungen Apps zum Einsatz.

Zauberwort: Mobile Recruiting

Das Mobile Recruiting bzw. das E-Recruiting gilt als spezielle Form der Personal-Rekrutierung bzw. Personalgewinnung , und zwar via Computer- und webbasierter Medien. Von den jährlich durchgeführten Studien zu den Recruiting Trends, die von der Monster Worldwide Deutschland GmbH in Zusammenarbeit mit dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universität Bamberg durchgeführt werden, wird aufgezeight, dass die Personalrekrutierung mittels neuer Medien kontinuierlich an Bedeutung gewinnt – aber bei einem Großteil der Unternehmen in diesem Bereich noch Aufholbedarf besteht. Vor allem das Mobile Recruiting ist auf dem Vormarsch, wie eine Studie aus 2016 aufzeigt. In dieser zeigt sich, dass rund 61 % der befragten Unternehmen dem Mobilen Recruiting gegenüber aufgeschlossen sind und rund 73 % davon ausgehen, dass die Nutzung der mobilen Endgeräte einen großen Einfluss auf die Personalbeschaffung haben wird. Diese Zahlen werden untermauert durch einen erheblichen Anstieg von 16,4 % auf 40,7 % von den Smartphone-Nutzern, die mobil nach einer neuen Stelle suchen. In der gleichen Studie werden die Recruiting Trends aus dem Jahr 2016 dargestellt. Die Zahlen machen deutlich, dass die Papierbewerbung weitgehend ausgedient hat und die Präferenzen von Bewerbern und Unternehmen in Bezug auf E-Mail und der Formularbewerbung sich deutlich unterscheiden. Während die Unternehmen die Formularbewerbung bevorzugen, wünschen sich die Jobsuchenden eine Bewerbung per E-Mail. Ein weiterer wichtiger Trend ist die Nutzung von Kurzprofilen als Bestandteil von Bewerbungen. Die Unternehmen sehen das mit rund 15 % nicht als so wichtig an, messen diese jedoch in der Zukunft mit 58 % eine starke Bedeutung an.

Eine App als Guide im Job-Dschungel

Einige Experten sind davon überzeugt, dass sich Apps als Guides durch den Job-Dschungel durchsetzen werden. So ergab eine Umfrage, dass 89 % aller Unternehmen zukünftig mit den Bewerbern über die mobilen Geräte in Kontakt treten wollen. Allerdings ist für den Erfolg der Job Apps die Verbreitung der Hard- und Software entscheidend. Ein Problem beim Mobile Recruiting sehen die Experten vor allem darin, dass die Unternehmen oftmals vorschnell auf einen Hype aufspringen. So bieten viele iPhone Apps nur wenig sinnvolle Inhalte und seien nur ein Versuch, ein innovatives Arbeitgeberimage zu vermarkten. Aber die Kunden wünschen sich einen nachhaltigen Nutzwert. So weckt eine App, die nur Spielerei ist, zwar das Interesse, aber wird auch schnell wieder gelöscht. Besser sei es, laut den Experten, plattformübergreifende Lösungen zu entwickeln und diese dann auf die eigenen Zielgruppen abzustimmen. Ein gelungenes Beispiel ist die Jobrapido App .

Für die Unternehmen gibt es noch viel zu tun

Immer mehr Stellensuchende geben an, dass sie die „mobile Bewerbung“ gegenüber der traditionellen Bewerbung bevorzugen. Das bedeutet, dass die Bewerber, die ihre Unterlagen wie den Lebenslauf und Referenzschreiben in einer Cloud (Datenwolke) gespeichert haben und bei Bedarf auf diese mobil zurückgreifen können. Dafür ist kein Laptop mehr notwendig. Somit ist das Interesse vorhanden an den mobilen Bewerbungen, aber nur wenige setzen es um. Laut einer Umfrage nutzen nur 13 % der Befragten die Möglichkeit sich mobil zu bewerben. Deutlich mehr nutzen das Smartphone oder Tablet um nach einem Job zu suchen, um sich dann im Anschluss klassisch mit dem Laptop per E-Mail zu bewerben. Allerdings ist die Voraussetzung für die mobile Stellensuche und Bewerbung die, dass sich die Unternehmen darauf einstellen und eigene Apps sowie lesbare Stellenanzeigen für die Smartphones bieten. In diesem Punkt sind laut der Studie „Recruiting Trends 2017“, die im Auftrag des Centre of Human Resources Information Systems, der German Graduate School of Management and Law und der Stellenbörse Monster durchgeführt wurde, ganz unterschiedlich aufgestellt. Laut dieser Studie bietet nicht einmal jedes zehnte Unternehmen eine eigene App für die Stellensuche an, wobei bereits jedes zweite Top-100-Unternehmen seine Stellenanzeigen für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert hat.

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