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Die Zellstoffindustrie wächst – auch dank Umwelttechnologie

Auch wenn in vielen Bereichen digitale Neuerungen das Papier bereits ersetzt haben, so ist ein Leben ohne Papier kaum vorstellbar. Das ist Grund genug, sich einmal mit der Herstellung von Papier genauer zu beschäftigen und einen Blick auf die Papierindustrie zu werfen.

Von der Papiermühle zum Buchdruck

Die Erinnerung wird kurz im Smartphone eingetippt und nicht auf dem Notizzettel. Briefe werden durch E-Mails ersetzt und Bücher durch e-Reader. Aber dennoch, das altbewährte Papier lässt sich trotz des digitalen Fortschritts nicht unterkriegen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn schließlich ist es der Menschheit bereits seit über 2000 Jahren dienlich. Bis auf das Jahr 105 n.Chr. geht die Erfindung des Papiers zurück. Der Beamte am kaiserlichen Hof Chinas, Cai Lun, gilt als Erfinder des Papiers. Er verfilzte Lumpen und Pflanzenfasern. Hauptsächlich verarbeitete man bis Mitte des 19. Jahrhunderts Textilien zu Papier, bis das Holz diese als Rohstoff ersetzte. Eine der wichtigsten Rohstoffquellen stellt heute das Altpapier dar. Papier wurde vor der maschinellen Herstellung aufwändig von Hand in einer Bütte geschöpft. In Europa wurde erst im 13. Jahrhundert der Prozess der Papierherstellung optimiert in dem wassergetriebene Papiermühlen und Lumpenstampfwerke eingeführt wurden. Mit der Zeit wurde die Papierqualität immer feiner und die Preise damit immer erschwinglicher. Diese Optimierungen in der Papierherstellung trugen wiederum zum wesentlichen Erfolg des modernen Buchdrucks bei, der von Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert erfunden wurde.

Die europäische Zellstoff- und Papierindustrie ist auf Wachstumskurs

Die Papierfabriken erzeugten im vergangenen Jahr nicht nur 92,2 Mio. Tonnen Papier und Karton, sondern profitieren ebenfalls von einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld, wie der europäische Verband CEPI berichtet. Die Mitgliedsunternehmen des Verbands eröffneten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr und damit erstmals seit den 1990er Jahren, neun neue werke, wodurch 2000 neue Arbeitsplätze entstanden. In Hinsicht auf den Außenhandel, wurden mit 20,6 Mio. Tonnen 1,1% mehr Papier- und Kartonprodukte ins Ausland verkauft – im Vergleich zu 2017 und das speziell nach Nordamerika. Gegenüber 2017 stiegen die Importe in 2018 um 3.3%. Die Daten der Statistik des Verbandes für 2018 bestätigen zudem den jahrelangen Trend, nach dem die Produktion von Verpackungen sowie Hygiene- und Spezialpapieren stetig steigt. Dagegen ging die Erzeugung von grafischen Papieren aufgrund der verringerten Nachfrage zurück. Erfreulich ist, dass die Branche in der Lage war, trotz dessen dass die Tonnage an erzeugten Papier stabil blieb und dem Niveau des Vorjahres entsprach, die CO2-Emissionen zu senken . Dieser Fakt demonstriert die bedeutenden Investitionen der Branche in Technologien zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßen und der Erhöhung der Energieeffizienz. Des Weiteren ist die Recyclingrate von Altpapier nach wie vor hoch, auch wenn diese nachgelassen hat. 2018 lag diese bei 71,6% (2017 bei 72.4%). Dafür Ware laut CEPI unter anderem die signifikante „Exporterosion“ von minus 6,1% im Altpapierbereich verantwortlich. Der Verband deutscher Papierfabriken (VDP) hat in seinem Leistungsbericht Papier 2019 einen statistischen Überblick über die aktuelle Lage der Papierhersteller in Deutschland gegeben. In Europa ist Deutschland in der Papierindustrie der Marktführer und im globalen Vergleich stehen die Deutschen auf dem vierten Rang:
  • China
  • USA
  • Japan
  • Deutschland

Saubere Druckergebnisse durch effektive Absauganlagen

Die Branche „Druck und Papier“ umfasst neben der Herstellung und Bearbeitung von Papier auch die Bedruckung unterschiedlichster Materialien. An den einzelnen Bearbeitungsmaschinen entstehen neben bspw. Kaolin- oder kreide Staub, auch Randstreifen, Konfetti oder Papierschnipsel sowie Papierstaub. Diese können über Absauganlagen sicher abgeschieden werden. Vor allem treten beim Druck oftmals Stäube auf, durch die das Druckergebnis negativ beeinflusst wird. Eben diese Stäube gilt es zu erfassen und dann über eine Absauganlage effektiv zu filtern. Die moderne Absaugtechnik bietet neben Zuluftgebläsen für Druckmaschinen ebenfalls Absauganlagen, die unter anderen bei der Absaugung von Laserrauch beim Beschriften von Etiketten oder die Stäube bei der Druckwalzenbearbeitung wirkungsvoll zum Einsatz kommen. Des Weiteren gibt es für Druckereien Absauganlagen für Randstreifen . So sorgen leistungsstarke Absauganlagen für sichere Produktionsabläufe. Beispielsweise werden Beschnittabfälle oder Papierstäube zuverlässig und energiesparend entsorgt und so dem Recycling zugeführt. Durch eine sortenreine Trennung sämtlicher anfallender Papierabfälle fördert die Recyclingerlöse und es werden zugleich wertvolle Ressourcen geschont. Mit einem gut durchdachten Entsorgungsnetzwerk gelangt das Papier zielsicher in den richtigen Container.

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