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Digitale Preisschilder beunruhigen Verbraucherschützer

Verbraucherschützer sehen die zunehmende Verbreitung von digitalen Preisschildern im Lebensmittelhandel mit Unbehagen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“. Sie fürchten demnach um die Preistransparenz, wenn Häufigkeit und Ausmaß von Preisänderungen bei Nahrungsmitteln und anderen Gütern des täglichen Gebrauchs drastisch zunehmen.

„Wenn sich Preise auf Grund nicht nachvollziehbarer Mechanismen im Minutentakt ändern, kann dies Verbraucher sehr verunsichern“, sagte eine Sprecherin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen der Zeitung. Kritiker ziehen Parallelen zu den Tankstellen, an denen die Benzinpreise oft mehrmals am Tag schwanken. Auch bei den elektronischen Etiketten genügt ein Mausklick, um Preisänderungen durchzuführen, während der Umtausch herkömmlicher Papieretiketten für die Ladeninhaber deutlich zeit- und kostenintensiver ist. Experten sehen dagegen keinen Anlass zur Beunruhigung. Theoretisch sei es mit den neuen Technologien zwar möglich, die Preise jederzeit zu ändern, aber in der Praxis sei dies sehr unüblich, sagte Sascha Berens, Projektleiter E-Commerce beim Kölner Handelsforschungsinstitut EHI, der „Während der Öffnungszeiten kommen sie so gut wie nie vor“, so Berens.

Etwa jeder achte Laden in Deutschland ist nach einer früheren EHI-Studie bereits mit Digital-Etiketten ausgerüstet. Weitere zehn Prozent planten einen solchen Schritt konkret, während 40 Prozent den Markt beobachteten und über einen Einsatz von elektronischen Etiketten nachdächten.

Foto: Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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