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Digitales Geschäftskonto – der lange Weg zur Akzeptanz

Bereits 2005 ist das Online Banking in Deutschland angekommen und gehört mittlerweile bei Privatpersonen und Unternehmen zum Alltag. In diesem Blog Beitrag geht es um die Entwicklung des online Banking und dessen Verbreitung.

Das Internet ermöglichte vieles ...

Einer der Pioniere war die Verbraucherbank, die später ein Teil der Norisbank wurde. Sie entjungfert den Umgang mit Geld schon vor der Entwicklung des Internets. Bereits in den siebziger Jahren arbeitete das Finanzinstitut mit Selbstbedienungsterminals. Diese ermöglichten es den Kunden ohne Bankmitarbeiter Geld abzuheben und Überweisungen auszuführen. Dabei handelte es sich um ein absolutes Novum, dass die Wogen höher schlagen ließ. Um diese Terminals zu bedienen, waren Kundenkarten notwendig, die über eine PIN/Tan-Funktion verfügten und die bis zu dem Zeitpunkt völlig unbekannt waren. In den neunziger Jahren brach durch die Entwicklung des Internets eine neue Zeit an. Auch Deutschland war nach den ersten technischen Gehversuchen dem Internet Fieber verfallen. Jeder konnte nun hunderte virtuelle Freunde haben, erhielt Informationen im Überfluss und war stets am Mittelpunkt der digitalen Welt. Aber eines wurde weiterhin wie ein Schatz gehütet: das Geld. Noch heute lernen Kinder sehr früh, das nicht über Geld gesprochen wird. Daher wurden erst recht nicht die persönlichen Daten ins Internet gestellt. Trotz der allgemeinen Entwicklung des Internets bliebt das online Banking außen vor.

Mit Minischritten zum Sieg

Auch wenn es einige elektronische Entwicklungen gab unter anderem mit BTX, so gab es nur kleine Fortschritte. Bis das online Banking in Deutschland gesellschaftsfähig wurde, sollte es bis 2005 dauern. Weltweit waren zu diesem Zeitpunkt rund 30 % der Bank Kunden online mit ihrer Bank vernetzt und wickelten ihre Bankgeschäfte bequem von zuhause aus ab. Dadurch wurde die Entwicklung der reinen online Banken vorangetrieben, die ohne Filiale und persönliche Beratung auskamen. In Deutschland stiegen die Nutzerzahlen langsam aber stetig. Im Jahr 2019 lag der Anteil der Personen, die in Deutschland online Banking nutzen bei 62 %. Im Vergleich dazu betrug der Anteil im Jahr 2006 nur 32 %. Allerdings scheint die Verbreitung des online Bankings hier zu Lande zu stagnieren. Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken zeigt auf, dass die Verbreitung des online Bankings in diesem Jahr bei 50 % stagniert. Das überrascht insofern, da im letzten Jahr von einer deutlichen Zunahme des Internet Bankings gesprochen wurde. Diese Unterschiede könnten durch die unterschiedlichen Umfragetechniken begründet werden. Nach Aussagen des Bankenverbandes hat es den Anschein dass das Mobile Banking das online Banking nach und nach verdrängt und nicht ergänzt. Gegenüber der letzten Befragung hat sich der Anteil jener, die das Mobile Banking nutzen von 25 auf 37 % erhöht.

Das digitale Geschäftskonto – darauf muss geachtet werden

Für Unternehmen ist es wichtig, dass sie nicht den Überblick über Ihre Finanzen verlieren. Aus diesem Grund ist ein digitales Geschäftskonto vorteilhaft, da zu jeder Zeit einen Blick auf die Zahlen möglich ist. Geht es um die Öffnung eines solchen Kontos beziehungsweise eines Geschäftskontos ist es lohnenswert, die Angebote zu vergleichen. Denn nur so ist es möglich, einen Überblick zu behalten, welche Banken ein Geschäftskonto anbieten und zu welchen Konditionen. Wichtig ist es bei der Auswahl, keinem Lockangebot zum Opfer zu fallen. So werben einige Banken damit, dass keine Kontoführungsgebühren erhoben werden, aber dafür bei anderen Dienstleistungen ordentlich zur Kasse bitten. Folgende Faktoren bestimmen die Gebühren für ein Konto:
  • Durchschnittliches Guthaben
  • Monatlicher durchschnittlicher Geldeingang
  • Überweisungskosten – mit oder ohne Beleg
  • Geschäftsführung des Unternehmens
  • Zusätzliche Services wie Kreditkarten und EC Karten

Schnell eingerichtet – das digitale Geschäftskonto

Sicherlich bieten auch Filialbanken online Banking an. Mit diesem können bequem aus dem Büro heraus innerhalb weniger Minuten jegliche Bankgeschäfte erledigt werden. In der Regel wird für die Eröffnung eines Geschäftskontos ein gültiger Personalausweis benötigt, der dann mittels Videoident Verfahren überprüft wird. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, ist das Businesskonto eröffnet und kann entsprechend genutzt werden. Sicherlich klingt es verlockend, ganz einfach ein privates Girokonto zu öffnen und dieses für die geschäftlichen Zwecken zu nutzen. Denn schließlich sind Privatkonten in der Regel günstiger. Jedoch sollte solch ein Trick nicht genutzt werden. Der Grund dafür ist, dass die meisten Banken in ihren AGBs die Nutzung von privaten Kunden für geschäftliche Zwecke verbieten. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass das Konto aufgelöst wird.

Ist das Online Banking sicher?

Viele Bankkunden beantworten diese Frage für sich selbst, in dem sie keinerlei Bankgeschäfte online abwickeln. Die Sicherheitsbedenken sind einfach zu groß. Dies scheinen die rund 8,7 Millionen € Schaden die durch Phishing entstanden sind zu bestätigen. Allerdings kann jeder etwas für die eigene Sicherheit tun. Das gilt besonders für Firmen und ihre Mitarbeiter die einfach zu sorglos mit der IT Sicherheit und den notwendigen Passwörtern umgehen. Dadurch wird das Haftungsrisiko enorm erhöht. Bei der Auswahl eines Anbieters sollte darauf geachtet werden, welche Sicherheitsausstattung die Bank oder Fintech nutzt. Zudem sollte jeder selbst ein Apfelvirenschutz Software und Firewall nutzen.

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