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Digitalisierung – Schnelligkeit schlägt Perfektion

In der Cloud sind die Papierberge gelagert, durch die digitale Signatur ist das Fax nicht mehr notwendig und persönliche Gespräche sind trotz einer räumlichen Distanz über Video-Meetings möglich. Selbst Großbestellungen sind dieser Tage kein Problem mehr dank B2B-eCommerce. So ist es heute dank B2B-eCommerce längst möglich, problemlos online Stahl zu bestellen , sei es für die Bauwirtschaft, den Landmaschinenbau oder die Fördertechnik.

Die Welt schläft nicht – Digitalisierung auf dem Vormarsch

Dreht es sich um die Digitalisierung im B2B-Handel, dann sind 68 % der Entscheider davon überzeugt, dass Tempo das Idealergebnis bezwingt. Der E-Commerce Report 2019 „Schnelligkeit schlägt Perfektion “ spiegelt wider, dass das „Schnell scheitern, schnell lernen“ zu einer gängigen Praxis geworden ist, damit die Unternehmen das Wissen zu eigen machen, wie sie das Potenzial der Digitalisierung für sich zu nutzen können. Für den Report wurden 400 B2B-Organisationen in sechs Ländern befragt, darunter ebenfalls aus Deutschland. Die Antworten der Befragte geben einen Einblick über die digitalen Reifegrade der Organisationen sowie über die Erfahrungen, Strategien und Ausblicke zum Stand der Digitalisierung im B2B-Geschäft. Die B2B-Organisationen sind sich in allen Phasen der digitalen Reifegradkurve weitgehend darüber einig, dass sie innovativ sein und digitalisieren müssen. Rund 77 % der Befragten sind der festen Ansicht, dass die Unternehmen, die bist jetzt nicht mit der Digitalisierung begonnen haben, in fünf Jahren nicht mehr am Markt sein werden. Aktuell sind gerade einmal 56 % der Prozesse und der Abteilungen in den Unternehmen voll digitalisiert.

Unternehmen versuchen, ihre Digitalisierung zu beschleunigen

In den untersuchten Unternehmen wird versucht, die Geschwindigkeit der Digitalisierung zu beschleunigen und die Investitionen in dieser Hinsicht zu erhöhen. Im Jahr 2018 wurden durchschnittlich 1,54 Millionen Euro in die Digitalisierung der Vertriebs- und Serviceprozesse investiert. In 2019 soll sich der Betrag um 25 Millionen auf 1,79 Millionen Euro erhöhen. Doch nur etwas über die Hälfte (53 %) der befragten Unternehmen verfügen derzeit über eine vollständig entwickelte Strategie wie sie bei der Digitalisierung von Vertrieb und Dienstleistungen vorgehen wollen. Das Wachstum zeigt sich vor allem in diesen Unternehmen als einer der wichtigsten Treiber für die Digitalisierung. Von 47 % wurde angegeben, dass die Umsatzsteigerung die eigene Strategie beeinflusst während 45 % den Marktanteil sich darauf auswirkt. Die Verbesserung der Kundenerlebnisse wird von 46 % als Ziel der Strategie für die Digitalisierungsprozesse angesehen.

Immer mehr B2B-Unternehmen tätigen Einkäufe online

Eine weitere Studie die von ibi Research 2018 durchgeführt wurde, belegt, dass die digitalen Vertriebs- und Kommunikationskanäle ebenfalls beim Handel mit Geschäfts- und Firmenkunden immer wichtiger wird. Die Studie die von ibi Research in Zusammenarbeit mit dem E-Business Experten ARITHNEA GmbH erstellt werde, zeigt auf, dass sich die B2B-Unternehmen häufig dazu entscheiden, online einzukaufen, da sie die Produktverfügbarkeit direkt einsehen bzw. abfragen können. Andererseits verkaufen Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen online, um so den Umsatz zu steigern. Ebenfalls ist die Erschließung neuer, bisher nicht angesprochener Kundengruppen sowie die Digitalisierung der Prozesse ausschlaggebend für den Online-Verkauf. Auf der anderen Seite belegt die Studie, dass einige Unternehmen mit dem Online-Vertrieb hadern, aufgrund mangelnder Kundennachfrage und der Komplexität. Während sich einige beim Online-Verkauf auf den Vertrieb über die Marktplätze konzentrieren, wie bspw. Amazon Business und Mercateo, sprechen sich 67 % dagegen aus – vor allem aufgrund der starken Abhängigkeit bei der Nutzung von Amazon Business, während 59 % die Einfachheit, die hohe Reichweite und die Erschließung neuer Märkte als Vorteil sehen.

Der eigene Online-Shop wird immer wichtiger

Rund drei Viertel der befragten Unternehmen erzielt bereits Online-Umsätze, jedoch in einem nicht nennenswerten Umfang. 26 % erzielen weniger als 5 % ihres Umsatzes online und 17 % erzielen immerhin mehr als 50 % des Umsatzes über die online Kanäle. Damit ist der Verkauf über den eigenen Onlineshop inzwischen ebenso wichtig, wie die Abwicklung der schriftlichen Bestellungen. Allerdings zeigt die Studie noch einen Fakt auf: In jedem zweiten Fall verursachte die Aufbereitung der Produktdaten für den online Vertrieb mehr Aufwand als erwartet. Der Grund: Bei mehr als 43 % waren die vorliegenden Daten nicht geeignet für den eCommerce. Dazu kommt, dass die Erwartungen des Einkaufs nicht mit der tatsächlichen Umsetzung im Shop übereinstimmen. Besonders bei der Funktion „Finanzierung-/Kreditlinien (Zahlungsziel) sind die Angebote noch weit hinter den Erwartungen. Derzeit verkaufen rund 16 % der Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen nicht online. Über schriftliche Bestellungen wickelt mehr als jedes zweite Unternehmen seine Geschäfte ab und fast 60 % nutzen ein Shopsystem. Nur ein Viertel wickelt diese über die B2B-Markplätze oder den Messeverkauf ab. Damit ein Unternehmen im B2B-eCommerce erfolgreich ist, muss dessen Shop relevante Informationen und Funktionen bieten. Von den befragen Experten wird damit gerechnet, dass 50 % des B2B-Handels bis 2025 online erfolgt und auf lange Frist die klassischen Vertriebskanäle an Relevanz verlieren. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der B2B-eCommerce noch in seinen Kinderschuhen steckt, doch bereits heute ein enormes Potenzial bietet. Eben dieses können die Hersteller und Großhändler mit durchdachten eCommerce Lösungen gemeinsam ausschöpfen.

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