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DIHK-Präsident warnt Verbraucher vor Folgen eines harten Brexits

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat deutsche Verbraucher vor den Folgen eines harten Brexits gewarnt. "Ein ungeregelter Brexit würde über Jahrzehnte gewachsene internationale Wertschöpfungs- und Lieferketten empfindlich stören", sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Durch das Abdriften bei EU-Regeln und Standards würden neue Handelshemmnisse entstehen . "Dies hätte auch Folgen für die Preise und die Verfügbarkeit", sagte Schweitzer. Problematisch sei ein harter Brexit vor allem für die Luftfahrt- und Spirituosenbranche. 19 Prozent der Waren in der Luftfahrtbranche und 24 Prozent der Spirituosen stammten aus Großbritannien. "Bei deutschen Whisky-Importen kommen sogar 62 Prozent aus dem Vereinigten Königreich", sagte Schweitzer. Auch der Leiter für Außenwirtschaft und Zoll der Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels (AVE), Murat Özdemir, befürchtet im Falle eines ungeregelten Austritts der Briten Einschränkungen für deutsche Kunden: "Langfristig müssen sich die Verbraucher in Deutschland keine Sorgen machen, kurzfristig kann es im Falle eines ungeregelten Brexits aber zu Lieferengpässen kommen", sagte Özdemir den Funke-Zeitungen. "Betroffen wären typische Produkte wie Scotch, Bier und Wein, aber auch Milchprodukte", führte Özdemir fort. Da bei einem EU-Austritt die von Großbritannien versandten Waren von Veterinärämtern kontrolliert werden müssten, rechnet Özdemir mit "Nadelöhren". "Nicht an jedem Einfuhrhafen Deutschlands ist ein Veterinäramt ansässig. Würden Waren beispielsweise in Emden ankommen, wäre das nächstgelegene Veterinäramt in Cuxhaven für die Kontrolle zuständig", sagte Özdemir. So könnte ein ungeregelter Brexit vor allem für Frischware problematisch werden. Obst und Gemüse, was nicht rechtzeitig am Zielort ankomme, drohe auf den Lkws zu verrotten. Tiefkühlprodukte wie Fisch oder Meeresfrüchte könnten durch die längeren Transportzeiten zudem teurer werden, sagte Özdemir. Foto: Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur  

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