DIHK-Report: Fachkräftemangel wird zur Innovationsbremse

Der Fachkräftemangel wird offenbar langsam aber sicher zur Innovationsbremse. Eine große Mehrheit der Unternehmen sagt, sie würden gern innovative Projekte anschieben – können das aber nicht, weil ihnen die Fachleute dafür fehlen, berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwoch) unter Berufung auf den neuesten Innovationsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der dafür 1.700 Unternehmen befragt hat. Das Ergebnis: Die Innovationspläne sind so zurückhaltend wie noch nie seit der erstmaligen Befragung im Jahr 2008.

Vier von fünf Betrieben sagen, sie finden nicht genügend geeignete Fachkräfte und müssen daher ihre Innovationstätigkeit einschränken. Jedes zweite Unternehmen sieht daher seine wirtschaftliche Entwicklung gefährdet. Die Befragung zeigt der Zeitung zufolge zugleich deutlich, dass sich die Personalnachfrage verschiebt: Erstmals berichten weniger Unternehmen über Probleme bei der Akademikersuche – hier machen sich offenbar die stabil hohen Studierendenzahlen bemerkbar. Zwei Drittel der Unternehmen leiden jedoch unter einem Mangel an Facharbeitern, vor zwei Jahren waren es noch 59 Prozent. Und bereits die Hälfte beklagt, nicht genügend Azubis zu finden. Jeder zweite Betrieb bemüht sich in der Konsequenz um Personal aus dem Ausland. Mehr als jeder zehnte will das noch verstärken – vor allem Autobauer und Informations- und Kommunikationsdienstleister.

Foto: Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur

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