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Dirk Roßmann nimmt Anton Schlecker in Schutz


Dirk Roßmann hat seinen früheren Konkurrenten Anton Schlecker in Schutz genommen. Schlecker habe seine Drogeriemarktkette nicht mit Absicht in den Konkurs getrieben und den Vorwurf des vorsätzlichen Bankrotts halte er für „definitiv falsch“, sagte Roßmann der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der Gründer und Chef der Drogeriekette Rossmann macht vielmehr einen „Realitätsverlust“ Anton Schleckers für dessen Pleite verantwortlich: „Die sich in den letzten Jahren abzeichnende Unternehmenskrise wollte er lange nicht wahrhaben und verdrängte die Realität. Der Durchschnittsumsatz einer SchleckerFiliale betrug zuletzt nur noch einen Bruchteil von dem der beiden Marktführer dm und Rossmann. Damit verschlechterte sich die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend.“

Die Filialen seien entweder zu schlecht gelegen oder zu klein gewesen, um sie nach der Insolvenz zu übernehmen, so Roßmann. In dem Gespräch mit der „Zeit“ äußerte sich Dirk Roßmann auch zu einer Beinahe-Pleite seiner eigenen Kette im Jahr 1996. „Das Unternehmen stand vor dem Konkurs, und privat hatte ich mich an der Börse verspekuliert. Ich bekam einen Herzinfarkt. Das war die schlimmste Zeit in meinem Leben“, sagt der heute 70-Jährige. „Unglaublich, dass danach doch wieder alles gut wurde und ich heute sehr zufrieden und dankbar sein kann.“ Sein ehemaliger Wettbewerber Anton Schlecker muss sich derzeit vor dem Landgericht Stuttgart verantworten, die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem betrügerischen Bankrott vor. Am Montag hatte der 72-jährige Schlecker die Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Drogeriemarktkette war 2012 in die Insolvenz gegangen.

Foto: Schlecker-Filiale, über dts Nachrichtenagentur

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