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Dispozinsen – ein alltägliches Problem für Sparer

Es gibt viele Menschen, die immer wieder ihr Konto überziehen. Dabei stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, die hohen Zinsen des Überziehungskredites in Kauf zu nehmen. Sicherlich ist diese Kreditart sehr flexibel und einfach zu handhaben, aber es sollte beachtet werden, dass es hier keine Rückzahlungsrate gibt und der Kredit einen finanziell auffrisst. Was bedeutet dies? Viele Menschen werden durch den Überziehungskredit dazu veranlasst, keinerlei Systematik in Sachen Konsumverhalten und Geldausgaben an den Tag zu legen. Doch es geht dabei auch darum, dass die monatlichen Ausgaben Schritt für Schritt eingekürzt werden. Viele Verbraucher stehen aufgrund von Weihnachten und Sylvester vor hohen zusätzlichen Ausgaben. Denn viele der Jahresrechnungen treffen ein, wie bspw. für das Fahrzeug – Steuer und Versicherung – sowie andere Versicherungen. Im Januar 2019 nutzen rund 10,4 Millionen Deutsche (15% der über 18-jährigen) ihren Dispokredit, um die Rechnungen bezahlen und die laufenden Ausgaben stemmen zu können. Mitte Januar 2019 waren weitere 7,6 Mio. Deutsche (11% der über 18-jährigen) noch nicht im Minus, hielte es jedoch für wahrscheinlich, dass es zur Nutzung des Dispokredites kommen wird. Dies zeigte eine repräsentative YouGov-Umfrage unter 2046 Personen auf. Demnach leihen sich rund 18 Mio. Deutsche (26% der über 18-jährigen) Geld über einen Dispokredit. Dass dies riskant ist, dass wissen nur die wenigsten, denn im Schnitt wird für einen solchen Kredit ein Zinssatz von 8.29% fällig. Dazu kommt, dass dieser „Überziehungskredit“ oft nicht zeitnah zurückgezahlt werden kann. So gingen 6,9 Mio. Verbraucher davon, dass es ihnen nicht gelingen wird, den bestehenden Dispo im Januar ausgleichen zu können.

Teuer & riskant: Dispokredite

Ein jeder der sein Konto überzieht, der muss sich darauf gefasst machen, dass er hohe Dispozinsen zahlen muss. Noch teurer wird es, sollte der vereinbarte Dispo-Rahmen gesprengt werden, denn dann fallen Überziehungszinsen an. Aber warum sind die Dispozinsen so hoch? Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Für die Banken ist das Ausfall-Risiko sehr hoch. Dazu kommt, dass die Bank bei dem Darlehn über das Girokonto zumeist keine Sicherheiten erhält. Was bedeutet dies? Der „Kreditnehmer“ erhält den Überziehungskredit „blanko“ und so ist es ihm ein leichtes abzutauchen, ohne dass die Bank schnell an ihr Geld kommt. Für die Finanzdienstleister bzw. die Banken besteht bei einer Sicherstellung von Darlehn, bspw. in Form einer Bürgschaft, ein deutlich geringeres Risiko. Die Sicherheiten werden hier schnell verwertet und die Bank erhält ihr Geld. Darüber hinaus ist in der Regel beim Sollsaldo auf dem Girokonto im Rahmen einer Dispositionskredit-Vereinbarung keinerlei Regelung für die Rückzahlung getroffen. Eben daran liegt das Problem: Nicht nur für den Kunden handelt es sich bei einem Dispokredit um die teuerste Art der Finanzierung, sondern es hilft dem Verbraucher nicht dabei, seinen Schuldenberg zu verringern. Ganz im Gegenteil: Die Zinsen erhöhen sich immer weiter und veranlassen den Girokontoinhaber das Darlehn systematisch zurückzuführen.

In einen Ratenkredit umschulden

Ist es sinnvoll, sich für einen Darlehnsvertrag mit einer soliden Rückzahlrate zu entscheiden? Ja! Denn ein Kreditvertrag hat viele Vorteile. Denn die Schulden werden über einen festen Zeitraum zurückgezahlt und die monatliche Ratenzahlung ist verpflichtend. Bei der Berechnung der Rate werden die Lebenshaltungskosten berücksichtigt, um diese entsprechend der persönlichen Einnahmen- und Ausgabensituation individuell festzulegen. Mit einem Darlehnsvertrag habe die Verbraucher die Möglichkeit, ihre Finanzen zu ordnen. Mehr dazu auf www.giromatch.com . Laut der Deutschen Bundesbank fallen durchschnittlich Zinsen in Höhe von 8,20% an. Darüber hinaus weisen die Überziehungskredite noch einen weiteren Nachteil auf: Je länger der Girokonto-Inhaber mit der Rückzahlung wartet bzw. diese immer weiter in die Länge zahlt, desto höher werden seine Schulden. Die Folge: eine teure Dauerverschuldung. Eben daher lohnt sich ein Ratenkredit.

Der Beurteilungsmaßstab: Der EZB-Leitzins

Der EZB-Leitzins ist ein wichtiger Anhaltspunkt um die Höhe des Dispozinses beurteilen zu können. Dabei handelt es sich um den Zins, zu dem sich die Banken das Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen. Der EZB-Leitzins liegt aktuell bei 0%. Anfang 2008 lagt der Abstand zwischen diesem Zins und dem Durchschnitts-Dispo bei gut 8%. 2010 stieg dieser auf 12% und aktuell liegt er bei knapp 10%. Ein Dispozins von 8% kann als akzeptabel angesehen werden und er ist nicht unrealistisch. Der Zins beträgt bei einigen Direktbanken mit Online-Kontoführung zwischen 6 und 7 Prozent. Sicherlich gibt es Filialbanken, die diesem Zinssatz nah kommen, doch es gilt zu prüfen, zu welchem Kontomodell der Zinssatz liegt. So gibt es bspw. spezielle Premiumkonten, die einen sehr niedrigen Dispozins und weitere Extras anbieten, wie bspw. eine Kreditkarte oder Versicherungen. Der Haken hier ist, dass die Kontoführungsgebühren so hoch sind, dass selbst die Kunden die den Dispo regelmäßig nutzen, aufs Jahr mehr bezahlen, als für ein Standardkonto mit einem deutlich höheren Dispozins.

Günstiger als Dispokredite: die Ratenkredite

Kreditnehmer zahlen für Ratenkredite, die sie online abschließen durchschnittlich einen Jahreszins von 3,67% und das sind 4,62 Prozentpunkte weniger, als für den Dispokredit. Allerdings gibt es bundesweit trotz der Niedrigzinsphase deutliche Unterschiede bei den Zinsen der Ratenkredite. Verbraucher, die sich nur an ihre Hausbank wenden, die werden mit Sicherheit nicht das günstigste Angebot erhalten, dass auf dem Markt erhältlich ist. Nur diejenigen, die die Möglichkeit nutzen, die Kreditangebote verschiedener Banken zu vergleichen, die haben die Möglichkeit einen günstigen Kredit zu finden.

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