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DIVI: Zahl verfügbarer Intensivbetten in Deutschland fehlerhaft

In Deutschland sind weniger freie Intensivbetten einsatzbereit als bisher angenommen. "Bundesweit melden Kliniken freie Betten als verfügbar an, obwohl einige wegen des Personalmangels gar nicht genutzt werden können", sagte Christian Karagiannidis, Sprecher des DIVI-Intensivregisters der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, der "Welt am Sonntag". Dies wird nun für die künftige Pandemiebekämpfung zum Problem.

"Wir wiegen uns bei der Zahl der freien Intensivbetten in falscher Sicherheit", sagte Karagiannidis. Die Zahl sei Grundlage für politische Entscheidungen. "Einigen Geschäftsführern ist nicht klar, welche große gesellschaftliche Verantwortung sie mit dieser Meldung tragen." Er rufe daher alle Kliniken auf, "ganz ehrlich" ihre freien Betten zu melden. Aufgefallen ist dem Sprecher die Entwicklung in den vergangenen zwei, drei Wochen. "Wir bekommen immer mehr Rückmeldungen von Notärzten quer aus Deutschland, die uns sagen: Ich habe Schwierigkeiten, meine Patienten in Kliniken unterzubringen, obwohl uns das Register in der Region Dutzende freie Betten anzeigt", sagte der Intensivmediziner, der die Meldungen anschließend stichprobenartig in einzelnen Kliniken überprüft hat. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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