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DIW sieht Energieversorgung bei möglichem Nord-Stream-2-Aus ungefährdet

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die Energieversorgung in Deutschland durch ein mögliches Aus der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 nicht gefährdet. "Wir haben ausreichend fossiles Erdgas auf den internationalen Märkten zur Verfügung", sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Zudem sei "es eher unwahrscheinlich, dass das Projekt zum jetzigen Zeitpunkt komplett gestoppt werden wird", so die Energieexpertin weiter. Scharfe Kritik übte sie an der Beteiligung Deutschlands an dem Projekt: "Die Pipeline Nord Stream 2 ist energiepolitisch unnötig, betriebswirtschaftlich unrentabel und widerspricht der Energiewende und den Klimazielen der Europäischen Union", sagte Kemfert. Europa wolle stärker auf eine Diversifizierung der fossilen Erdgasbezüge setzen. Somit mache es wenig Sinn, auf eine Pipeline zu setzen, die Deutschland 40 Jahre lang an einen Lieferanten binde, so die DIW-Energieexpertin weiter. "Um die Klimaziele zu erreichen, werden wir in Zukunft weniger fossiles Erdgas benötigen, daher benötigen wir auch keine zusätzliche Pipeline. Deutschland wäre gut beraten, sich mehr auf die Energiewende zu konzentrieren und damit sich immun zu machen gegen fossile Energiekriege jeglicher Art", sagte Kemfert den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Foto: Bau von Nord Stream 2, über dts Nachrichtenagentur  
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